30 000 ausländische Studenten nutzen derzeit das Angebot
Australien lockt mit 50 MBA-Programmen und viel Sonne

Australische Business Schools bieten Qualität und einen hohen Freizeitwert. Und jede Menge Kontakte nach Asien.

Eine beneidenswerte Mischung aus Stranderlebnis und Unternehmenskultur lockt Studenten aus dem gesamten asiatischen Raum an die mehr als 30 Business Schools in Australien. Zählt man die nicht universitären Kursanbieter hinzu, so kommt man auf derzeit mehr als 50 australische MBA-Programme. Neben den einheimischen Studenten sind hier rund 30 000 Wirtschaftsstudenten aus dem Ausland eingeschrieben - viele von ihnen aus Südostasien.

Warum besteht eine solch starke Nachfrage nach MBA-Abschlüssen und anderen Wirtschaftsqualifikationen in Australien, da doch von Shanghai bis Singapur, wo die französische Top-Schule Insead einen eigenen Campus eingerichtet hat, eine solide Wirtschaftsausbildung vor Ort zu haben ist?

Godfrey Golzin von der renommierten Association of MBAs sieht als Hauptgrund für die Attraktivität Australiens, dass begabte asiatische Studenten, die eine internationale Wirtschaftskarriere anstreben, Wert auf eine Qualifikation außerhalb des eigenen Landes legen. Australien biete eine Wirtschaftsausbildung der Weltklasse in einer bedeutenden, Englisch sprachigen Volkswirtschaft mit betont globaler Ausrichtung. Viele asiatische Studenten hofften auch, dass ein australischer MBA ihre Chancen erhöhe, im Land bleiben und dort eine Karriere aufbauen zu können.

In jüngsten internationalen Studien wurden zwei australische Schulen wegen ihrer erstklassigen MBA-Programme hervorgehoben: die Melbourne Business School (MBS) und die Australian Graduate School of Management (AGSM) in Sydney.

MBS ist ein beliebtes Jagdrevier

Die Hälfte der an der AGSM eingeschriebenen MBA-Studenten kommt aus dem asiatisch-pazifischen Raum. Die Business School liegt auf dem Kensington-Campus der University of New South Wales in der Nähe des Banken- und Geschäftsviertels der Stadt und auch in der Nähe der wichtigen Strände.

Die MBS wurde im vergangenen Jahr vom Magazin "Asiaweek" zur besten MBA-Schule der Region gekürt. Der Campus in Melbourne ist nur 15 Gehminuten vom Zentrum dieser lebendigen, multikulturellen Stadt entfernt. Die Studiengebühren sind mit denen der AGSM in Sydney vergleichbar. Die beiden Schulen arbeiten auf dem Gebiet der Fortbildung von Führungskräften zusammen. Fast die Hälfte der Vollzeit-Studenten kommt aus dem Ausland, wobei 45 Prozent auf südostasiatische Länder entfallen.

Die MBS ist eine der auch international angesehendsten MBA-Schulen Australiens. Sie ist damit auch ein beliebtes Jagdrevier für Personalmanager aus Unternehmen wie Shell, Accenture (ehemals Andersen Consulting) und American Express. Australische Universitäten ziehen nicht nur asiatische Studenten, die es sich leisten können, in Scharen an, sie exportieren ihr Management-Know-how auch direkt nach Asien. So veranstalten eine Reihe von australischen MBA-Anbietern Kurse im gesamten asiatisch-pazifischen Raum.

Auslandsprogramme boomen

Eine solche Schule ist die Macquarie University in New South Wales. "Da sich in unsere Kurse in Hongkong mehr als 800 Studenten eingeschrieben haben, glauben wir, von uns sagen zu können, der größte externe Anbieter von Management-Ausbildung im asiatisch-pazifischen Raum zu sein", sagt Peter Steane, stellvertretender Direktor für internationale Programme von Macquarie.

"Unser Programm in Hongkong ist in den vergangenen fünf Jahren um 25 Prozent gewachsen. Das ist weitgehend auf die persönlichen face-to-face Lehrmethoden unserer Dozenten in Sydney und auf unser flexibles Kursangebot zurückzuführen", meint er. "Wir unterstützen unsere Auslandsprogramme mit dem regelmäßigen Austausch von E-Mail und durch Studiengruppen in Singapur und Hongkong."

Die Mount Eliza Business School unterhält eine strategische Allianz mit der University of Queensland in Brisbane für den gemeinsamen MBA-Unterricht in Australien.

Darüber hinaus bietet die Schule einen MBA-Kurs in Peking an. Der Kurs wird zusammen mit der Beijing University School of Management and Economics gestaltet. Akademische Mitarbeiter von Mount Eliza und Queensland bestreiten die Mehrzahl der Unterrichtsstunden. Eine zweite Immatrikulationsmöglichkeit für das Programm ist für September vorgesehen.

Australien bleibt erste Wahl

Falls sich China, wie viele prognostizieren, in den kommenden zehn Jahren zur wirtschaftlichen Supermacht entwickelt, dann können solche grenzüberschreitenden Initiativen den angehenden Geschäftsleuten des Landes nur willkommen sein. Für Studenten aus China und anderen Ländern der Region, die es sich leisten können wertvolle internationale Erfahrung zu gewinnen, bleibt allerdings ein Studium in Australien die erste Wahl.

Lester Johnson, MBA-Direktor von Mount Eliza, fasst die Vorteile der langen Reise nach Australien, um dort ein MBA-Studium zu absolvieren, so zusammen: "Führende MBA-Programme sind hier so gut wie irgendwo sonst auf der Welt, mit einer starken Ausrichtung auf die globale Wirtschaft. Es besteht die Möglichkeit, mit hoch qualifizierten Studenten aus dem gesamten asiatisch-pazifischen Großraum in Kontakt zu kommen - und Australien ist ein wunderbares Land, um dort ein oder zwei Jahre zu verbringen."

Neben ihrer hervorragenden wissenschaftlichen Qualität und der Möglichkeit, Netzwerke zu knüpfen, können sich australische Business Schools mit Recht rühmen, dass sie "nur einen Steinwurf von großartigen Surf-Stränden entfernt liegen", um dadurch einen zusätzlichen Anreiz für die begabtesten und besten Studenten Asiens zu bieten, nach Australien zu kommen.

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