Abgang
SIS-Chef verlässt Siemens im Streit

Der Mischkonzern Siemens verliert den Chef seiner vor der Ausgliederung stehenden Sparte IT Solutions and Services (SIS). Christoph Kollatz geht offenbar nicht im Guten.
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HB MÜNCHEN. Der bisherige Chef der Sparte SIS scheide mit sofortiger Wirkung aus seiner Funktion aus, teilte Siemens am Donnerstag in München mit. Chrisoph Kollatz hat der Neuausrichtung offenbar kritisch gegenüber gestanden. "Zuletzt gab es keine Basis mehr für eine Zusammenarbeit", hieß es aus unternehmensnahen Kreisen.

Bis die Vorbereitungen zur Ernennung des neuen Sparten-CEOs abgeschlossen sind, soll SIS laut Siemens kommissarisch vom Leiter der Business Unit Global Operations, Christian Oecking, geführt werden. "Mit der Entscheidung (...) mache ich Platz für die vorgesehene Neuausrichtung", sagte der scheidende Chef laut Mitteilung. Finanzchef Joe Kaeser dankte Kollatz für seine Arbeit.

Bei der Bilanzpressekonferenz in der vergangenen Woche hatte Siemens die Ausgliederung von SIS zum Sommer 2010 angekündigt. Wegen des hohen Preis- und Wettbewerbsdrucks müsse die Sparte noch stärker an den Erfordernissen der IT-Märkte ausgerichtet werden, begründete Vorstandschef Peter Löscher den Schritt.

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