Ablösung zum 1. Mai
Goetzeler soll Bopst als Osram-Chef ablösen

An der Spitze des Licht-Konzerns Osram soll es in wenigen Tagen einen Wechsel geben: Martin Goetzeler (42) soll die Nachfolge von Wolf-Dieter Bopst antreten, hieß es am Montag aus Kreisen des Unternehmens.

HB MÜNCHEN. Bei der Aufsichtsratssitzung am 29. April solle dem Kontrollgremium vorgeschlagen werden, Goetzeler zum Nachfolger für den Vorsitzenden der Geschäftsführung, Wolf-Dieter Bopst, zu wählen, teilte das Unternehmen am Montag in München mit. Der Stabswechsel sei zum 1. Mai vorgesehenen. „Das bietet sich an, weil die Planungsphase für das neue Geschäftsjahr im zweiten Halbjahr startet“, sagte eine Unternehmenssprecherin.

Ob der 65-jährige Bopst, der aus Altersgründen aus der Geschäftsführung ausscheide, in den Aufsichtsrat wechsele, werde sich erst bei der Sitzung des Kontrollgremiums Ende April entscheiden. Der Aufsichtsratsvorsitz bleibe aber in jedem Fall bei der Konzernmutter Siemens, sagte die Sprecherin.

Bopst ist seit mehr als 37 Jahren bei Osram tätig und steht seit 1991 an der Unternehmensspitze. Zuvor war er in verschiedenen führenden Positionen vor allem im Vertrieb tätig. Zu seinen Verdiensten zählten neben der Internationalisierung des Unternehmens auch die Stärkung der Innovationskraft, hieß es. So sei unter Bopsts Führung der Einstieg in den Opto-Halbleitermarkt vollzogen worden.

Goetzeler ist seit 1999 bei Osram, zu seiner Karriere gehören verschiedene Stationen im Ausland. Derzeit ist der 42 Jahre alte Diplom-Kaufmann Chief Financial Officer der amerikanischen Osram Sylvania, die über 40 % des weltweiten Umsatzes von Osram generiere. Zuvor war Goetzeler für Osram in Italien und als Länderchef in Großbritannien tätig.

Während Bopsts Zeit an der Unternehmensspitze sei der Marktanteil des Lichtkonzerns auf rund 20 % verdoppelt und der Umsatz auf zuletzt 4,2 Mrd. € gesteigert worden, hieß es. Osram mit rund 39 000 Beschäftigten zählt sich zusammen mit Philips zu den beiden führenden Licht-Konzernen weltweit. Osram beliefert Kunden in rund 140 Ländern und produziert in 53 Fertigungsstätten in 19 Ländern.

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