Absatzprobleme
Fidelity sucht neuen Deutschland-Chef

Der US-Fondsanbieter Fidelity kämpft in Deutschland mit Absatzproblemen. Die wird allerdings ein neuer Chef lösen müssen. Nach nur einem halben Jahr im Amt will der aktuelle Deutschland-Chef Alfred Strebel wieder seine frühere Funktion als Fidelity-Chef der Schweiz in Zürich übernehmen.

rez FRANKFURT. Zusätzlich will sich Alfred Strebel um Österreich kümmern und das Osteuropa-Geschäft des Fondsanbieters aufbauen. Fidelity wollte sich dazu gestern nicht äußern.

Wie Strebel seinen Mitarbeitern per Mail mitteilte, hat er sich auch aus familiären Gründen dagegen entschieden, ganz zum Deutschland-Standort Fidelity’s nach Kronberg zu ziehen. Er hat aber Unternehmenskreisen zufolge zugesagt, die Geschäfte zu führen, bis ein Nachfolger gefunden worden ist.

Fidelity kämpft seit 2006 mit starken Abflüssen aus dem Flagschiff-Fonds Fidelity European Growth Fund, dessen Wert sich im vergangenen Jahr nur unterdurchschnittlich entwickelte. Anleger zogen 2006 europaweit fünf Mrd. Euro aus dem europäischen Aktienfonds ab. Fidelity hat daraufhin nicht nur den Fondsmanager ausgewechselt, auch der langjährige Deutschland-Chef Klaus Jürgen Baum musste Ende 2006 gehen.

Seit Jahresanfang erzielt der Fonds zwar wieder eine überdurchschnittliche Rendite; Anleger haben aber mehr als eine weitere Milliarde abgezogen. Das Vermögen des wichtigsten Fonds Fidelity’s ist von gut 24 Mrd. Euro in der Spitze auf gut 16 Mrd. Euro gesunken, rund 40 Prozent des Vermögens stammt von deutschen Anlegern.

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