Abschied des Unternehmensgründers
MLP bald ohne Lautenschläger

Bisher gehörten MLP und Manfred Lautenschläger fest zusammen. Lautenschläger hatte den Finanzmakler einst gegründet und saß zuletzt dem Aufsichtsrat vor. Jetzt zieht er sich aus der Führungsspitze des Unternehmens zurück. Die Weichen für seine Nachfolge sind schon gestellt.

rtr FRANKFURT. MLP-Gründer Manfred Lautenschläger will den Aufsichtsratsvorsitz bei dem Finanzmakler zu seinem 70. Geburtstag im Dezember abgeben. Ganz möchte er dem Unternehmen aber nicht dem Rücken kehren. Für eine normale Mitgliedschaft im Aufsichtsrat werde er im Mai noch einmal kandidieren, sagte Lautenschläger der „Börsen-Zeitung“. Den Namen seines Nachfolgers nannte er nicht. „Die Weichen sind gestellt“, sagte Lautenschläger nur. Womöglich werde der Nachfolger auch von außen kommen.

Lautenschläger, der mit 29 Prozent Anteil auch Großaktionär bei MLP ist, bekräftigte, dass er seinen Aktienanteil nicht abgeben werde. „Ich weiß, dass mein Aktienpaket sehr begehrt ist“, sagte er. Doch er erwarte, dass auch seine Erben an MLP festhalten: „Nach meinem Ableben müssten meine Kinder einem Verkauf fast einstimmig zustimmen. Aber sie können davon ausgehen, dass meine Familie denkt wie ich“, sagte Lautenschläger. Er pochte erneut auf die Unabhängigkeit des auf Hochschulabgänger spezialisierten Finanzberatungsunternehmens. Diese Unabhängigkeit gehöre „untrennbar zur Unternehmenskultur“.

Der Hauptrivale von MLP in Deutschland, die AWD, hatte sich erst vor kurzem unter das Dach des schweizerischen Versicherungskonzerns Swiss Life begeben, obwohl Vorstandschef Carsten Maschmeyer die Bedeutung der Unabhängigkeit im Vertrieb stets betont hatte.

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