Achim Schäcker
Netzwerker mit Kondition

In seiner Freizeit fährt Achim Schäcker leidenschaftlich Mountainbike. Doch bald dürfte der Investmentbanker für seinen Sport nicht mehr so viel Zeit haben, denn nach gut einem halben Jahr Pause geht Schäcker zu HSBC Trinkaus & Burkhardt. In der Branche ist Schäcker nicht erst seit seinem Engagement bei Credit Suisse kein Unbekannter.

FRANKFURT. Noch kann Achim Schäcker es sich erlauben, am Freitagnachmittag schwer schwitzend und atmend mit dem Mountain-Bike im Taunus den Feldberg hinaufzuquälen. Die flirrende Luft, die Schwüle machen ihm nichts aus. Er ist durchtrainiert. Bald dürfte für Sport allerdings deutlich weniger Zeit bleiben. Mitte August fängt der Investmentbanker nach gut halbjähriger Pause als neuer Leiter für das deutsche Aktienemissionsgeschäft bei HSBC Trinkaus & Burkhardt an.

Schäcker, dunkelhaarig und ein Bär von einem Mann, arbeitet künftig von Frankfurt aus. Bei ehemaligen Kollegen gilt er als durchsetzungsfähig und fair. Verknüpft mit seinen guten Drähten in die Top-Etagen vieler Unternehmen ist das eine Kombination, die sogar in ruhigen Zeiten gesucht wird.

Nach wie vor läuft so gut wie nichts bei Börsengängen, Kapitalerhöhungen und Co. Lediglich die eine oder andere Wandelanleihe wie im Fall Südzucker kam bislang an den Markt. HSBC Trinkaus nutzt die Flaute, um sich gezielt zu verstärken und künftig eine wichtigere Rolle bei Aktienemissionen zu spielen. Angesichts der Kreditknappheit gerade bei mittelgroßen Unternehmen dürften die Kapitalmärkte schon bald eine immer wichtigere Rolle spielen.

Schäcker bringt von Credit Suisse, wo er vor seiner Pause vier Jahre den Bereich Equity Capital Markets in Deutschland und Österreich geleitete hatte, seinen Kollegen Cord Kunze mit. Damit umfasst das Team dann insgesamt vier Köpfe. Zu den wichtigsten Transaktionen des Mannes mit der dunklen sympathischen Stimme zählt die Kapitalerhöhung der Commerzbank im September vergangenen Jahres über rund 1,3 Mrd. Euro. Das Geld wurde genutzt, um die Dresdner Bank zu kaufen. Weitere Highlights waren die Kapitalerhöhung von Bayer über 1,2 Mrd. Euro und die Pflichtwandelanleihe über 2,3 Mrd. Euro, die dazu dienten, den Berliner Konkurrenten Schering zu übernehmen.

Schäcker ist nicht erst seit Credit Suisse kein Unbekannter. Die gleiche Position wie bei den Schweizern besetzte er während seiner vierzehn Jahre als Investmentbanker auch bei Dresdner Kleinwort. Im Oktober 2008 entschied der 44-Jährige angesichts der Flaute, „sich die Muße zu nehmen und die Märkte von außen anzuschauen“, wie er damals sagte. Die Pause ist jetzt fast vorbei.

Robert Landgraf
Robert Landgraf
Handelsblatt / Chefkorrespondent Finanzmärkte
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