Ackermann konnte an der Siemens-Hauptversammung nicht teilnehmen
Siemens-Chef sieht Mannesmann-Fall mit Sorge

Siemens-Chef Heinrich von Pierer beobachtet "mit einiger Besorgnis" die Entwicklung im deutschen Recht, dass Entscheidungen von Unternehmen durch den Straftatbestand der Untreue erschwert würden. Er spielte am Rande der Siemens-Hauptversammlung in München auf die Untreue-Vorwürfe im so genannten Mannesmann-Prozess an.

HB MÜNCHEN. "Es kann nicht sein, dass Unternehmensentscheidungen (...) immer dadurch beeinträchtigt werden, dass das Damoklesschwert des Untreue-Tatbestands darüber schwebt", fügte er hinzu. Unternehmen müssten häufig schlichtweg schnell Entscheidungen treffen.

Den Aktionären sagte von Pierer später, es sei schade, dass der zum Siemens-Aufsichtsrat gehörende Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann wegen des Prozesses in Düsseldorf gegen ihn und andere nicht an der Hauptversammlung teilnehmen konnte. "Wir schätzen den Rat eines so erfahrenen Mannes sehr", sagte er.

Ackermann muss sich im Prozess um Millionen-Abfindungen nach der spektakulären Übernahme von Mannesmann durch Vodafone Anfang 2000 derzeit wegen des Vorwurfs schwerer Untreue verantworten. Er beteuerte am Vormittag bei einer ersten Einlassung im Düsseldorfer Landgericht wie auch andere Angeklagte erneut seine Unschuld.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%