Ackermann verliert Hoffnungsträger
Axel Wieandt wechselt von der Deutschen Bank zur Credit Suisse

Er war sogar als Kronprinz von Josef Ackermann gehandelt worden, jetzt ist die Zeit von Axel Wieandt bei der Deutschen Bank zu Ende. Nach einigen Misserfolgen wechselt er ausgerechnet zur direkten Konkurrenz.
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Düsseldorf/FrankfurtAxel Wieandt verlässt die Deutsche Bank und geht zum Konkurrenten Credit Suisse. Der ehemalige Chef der Hypo Real Estate wird bei dem Schweizer Geldhaus zum 1. Juli Managing Director im Bereich Investment Banking für das Geschäft in Deutschland und Österreich.

Wieandt werde für die Betreuung von Finanzdienstleistern sowie ausgewählten Kunden aus anderen Branchen verantwortlich sein. „„Mit Axel Wieandt wechselt ein weiterer Top-Banker zur Credit Suisse in Deutschland. Mit einem so erfahrenen und bestens vernetzten Banker werden wir unsere Position signifikant verstärken und unser Momentum zusätzlich unterstützen. Die Betreuung von Finanzdienstleistern gehört zu den Kernaufgaben im Investment Banking in unserer Region“, so Michael Rüdiger, CEO Deutschland und Zentraleuropa der Credit Suisse.
Die Neueinstellung sei ein weiterer Schritt in der Strategie, die Position der Credit Suisse nachhaltig als eines der führenden Häuser auch in Deutschland und Österreich zu etablieren.

Axel Wieandt galt lange als Ziehsohn von Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann und Mann für besondere Aufgaben. Mit diesem Ruf wechselte er vor drei Jahren zur maroden Hypo Real Estate. Ackermann dürfte ihn dahin entsandt haben, um das Milliardengrab Hypo Real Estate abzuwickeln und zu schließen.

Doch der Einsatz als Feuerwehrmann beim maroden Münchener Immobilienfinanzierer ging schief. Die Zeit war zu kurz, meinen Kritiker aus München. Nicht einmal die Gründung der Bad Bank, die einen entscheidenden Schritt zur Sanierung der Münchner Bank darstellte, wartete Wieandt ab. Sein Engagement endete im Unfrieden – es gab im Laufe seiner Amtszeit  Ärger rund um Bonuszahlungen für Mitarbeiter und einer halben Million Euro Extra-Prämie für sich selber.

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Axel Wieandt wechselt von der Deutschen Bank zur Credit Suisse

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Unrühmlicher Abschied von der HRE

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Nicht der erste Wechsel dieser Art

Kommentare zu " Ackermann verliert Hoffnungsträger: Axel Wieandt wechselt von der Deutschen Bank zur Credit Suisse"

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  • Vielen Dank für die kleine Zusammenstellung der Familien-Connections. Offiziell wurden die Privilegien des Adels zwar in Deutschland abgeschafft, in den Bankenkreisen hat sich aber als Ersatz eine neue Generation von Raubrittern gebildet.

  • Blender? Versager? Harte Worte! Der arme Axel!

    Wie steht er denn jetzt da? Nur noch sein durch Geburt gegebenes Netzwerk, welches sich wie das "Who is Who" der deutschen Finanzwelt liest, bringt ihm noch einen Job bei den Schweizern ein.
    Die grosse Schwester Dorothee von Goldmann Sachs (waren es nicht die Goldmänner, die für Griechenland die Zahlen manipuliert haben?) hat noch mal ein gutes Wort für Ihn eingelegt, damit der Bruder Carl bei McKinsey sich nicht schämen muss. Der Schwager Martin, seines Amtes Vorstandsvorsitzender der Commerzbank, kann Ihn ja auch nicht direkt fallen lassen. Das macht man doch nicht in der Familie. Und, wie steht jetzt der Axel vor den Ahnen da? Was würde Vater Paul, Vorstandsvorsitzender der BFG, der Landesbank Rheinland-Pfalz und er SchmidtBank wohl sagen? Was die Blessings? Wo doch Karl Blessing Präsident der Bundesbank war und Werner eine Generation später es zum Mitglied des Vorstandes der Deutschen Bank gebracht hatte.

    Das ist dem guten Axel jetzt sicherlich doch irgendwie sehr peinlich, dass er trotz bester Beziehungen halb abgeschoben wird.
    Ihm ist doch selbst sicher schon lange bewusst, dass er seine Position und sein hohes Einkommen, nicht seinen Fähigkeiten und Leistungen verdankt. Das sollte man ihm nicht vorwerfen. Das nagt schon genug an seinem vielleicht etwas zu grossem Ego.

    Man kann ihm dafür sicher vorwerfen, dass er aus dieser Selbsterkenntnis noch keine Konsequenz gezogen hat und sich lieber ein weiteres mal wegloben lässt, anstatt sich aus der Finanzwelt zu verabschieden. So wird er jetzt weiterhin dazu beitragen der Volkswirtschaft zu schaden.

    Aber, da ist er ja in guter Gesellschaft im Frankfurter Finanz Filz

  • was mich stört ist, wenn ich als normalarbeitnehmer zu einer anderen bank wechseln würde und pensionsansprüche von meinem alten ag hätte, ist es doch eigentlich logisch, dass ich der in meinem vertrag vereinbarte pensionsanspruch bei einem wechsel in eine vergleichbare position erlischt. wenn dies bei dem typen nicht gemacht wurde, dann gute nacht. ich halte schon mal das victoy-zeichen hoch für so eine blöde personalpolitik bei der deutschen bank. gottsei dank hab ich meine kohle nicht bei denen ;-)

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