Affäre um Kunstberater
Boehringer offenbar zweites Achenbach-Opfer

Die Betrugsvorwürfe gegen den Kunsthändler Helge Achenbach weiten sich aus. Nicht nur der verstorbene Aldi-Erbe Berthold Albrecht, auch Christian Boehringer soll zu den Opfern zählen. Es soll um Millionen gehen.
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Christian Boehringer ist nach der Aldi-Erbenfamilie Albrecht offenbar das zweite mögliche Opfer des Düsseldorfer Kunsthändlers Helge Achenbach. Das berichtet das Handelsblatt (Mittwochsausgabe). Der 49-jährige Spross der Boehringer-Dynastie und Vorsitzende des Gesellschafterausschusses des Pharmakonzerns Boehringer Ingelheim soll ebenso wie der verstorbene Berthold Albrecht von Achenbach beim Kauf von Kunstobjekten betrogen worden sein.

Während die Albrechts einen Schaden von mindestens 18 Millionen Euro behaupten, soll es bei Boehringer um 1,2 Millionen Euro gehen. Boehringer bestätigte nach Angaben des Blattes indirekt den Bericht. Auf Anfrage ließ er mitteilen, dass er Kunde von Achenbach war und jetzt „nicht mehr“ geschädigt sei. Sein Schaden sei ihm mittlerweile erstattet worden. Er rede nun als Zeuge mit der Staatsanwaltschaft.

Die Staatsanwaltschaft Essen hatte bereits bestätigt, dass auch wegen eines zweiten Geschädigten ermittelt wird.

Achenbach sitzt wegen einer Strafanzeige der Albrechts seit dem 10. Juni in Untersuchungshaft. Der Vorwurf: Der 62-jährige habe für den Aldi-Nord-Erben Berthold Albrecht über mehrere Jahre Kunstobjekte und Oldtimer eingekauft, deren Einkaufspreise jedoch zu seinen Gunsten zu hoch angesetzt. Achenbach soll zudem bei Albrecht wie bei Boehringer Originalrechnungen der Verkäufer gefälscht haben. Achenbachs Frau und seine Anwälte hatten schon vor Tagen die Vorwürfe bestritten.

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  • Herr Achenbach hat Kunstwerke mit einem Preis X gekauft und mit einem Preis Y verkauft. Die Differenz ist sein Gewinn. Oder gibt es eine Vereinbarung, daß die Marge maximal N sein darf?
    Herr Achenbach hat Geld verdient, genau wie die Familie Albrecht das mit Lebensmitteln tut und Herr Boeringer mit Pillen.

  • Es war eine Frage der Zeit bis der Art-Consultant auf die Nase fällt.
    Die FAZ bezeichnet ihn nicht umsonst als "schillernd".

    Als Kunstsammler sollte man sich schon die Mühe machen, sich in die Materie einzuarbeiten.
    Wer das nicht zu leisten bereit wirkt, bleibt angewiesen auf einen Art-Consultant und seine Berechnungen.

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