Aktuelle Rechtsprechung
„Betreten auf eigene Gefahr”

Wenn Kinder und Jugendliche auf Baustellen herumtoben und sich dabei verletzten, können sie nicht später vom Bauunternehmer auch noch eine Entschädigung dafür verlangen.

HB SAARBRCKEN. Das entschied das Saarländische Oberlandesgericht (OLG) in Saarbrücken in einem Urteil. Nach geltendem Recht müsse der Unternehmer nur vor solchen Gefahren schützen, die ohne grobes Mitverschulden des Betroffenen zu Verletzungen führen könnten (Az.: acht U 338/04-74).

Das Gericht wies mit seinem in der Zeitschrift "OLG-Report" veröffentlichten Urteil die Schadenersatzklage eines Minderjährigen gegen einen Bauunternehmer ab. Der Kläger war von einem rollenden Kanalrohr erfasst und verletzt worden. Zuvor hatten er und andere Jugendliche versucht, mit rhythmischen Beinbewegungen die übereinander gelagerten Rohre zum Schaukeln zu bringen. Dabei löste sich ein Rohr und erfasste den Kläger.

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