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Darlehen sittenwidrig

Das Oberlandesgericht Dresden hat ein an einen selbstständigen Versicherungsvertreter vergebenes Existenzgründungsdarlehen über 10 000 Euro für sittenwidrig erklärt. Der Grund: Als zweite Darlehensnehmerin musste auch die Ehefrau mit unterschreiben.

DRESDEN. Als der Mann das Darlehen vier Jahre später nicht mehr bedienen konnte, forderte die Bank den Restbetrag in Höhe von 6 000 Euro auch von der Frau zurück. Dieses Ansinnen stoppten die Dresdener Richter. Begründung: Der Kredit, der der Höhe nach etwa dem Jahreseinkommen der Ehefrau entsprochen habe, habe allein den Interessen ihres Ehemannes gedient, mag auch die Hoffnung bestanden haben, dass sich hierdurch das Familieneinkommen dauerhaft verbessern könnte. Nur aus emotionaler Verbundenheit zu ihrem Ehemann sei sie dem Verlangen der Bank nachgekommen. Trotz anders lautender Bezeichnung liege in Wahrheit eine Bürgschaft vor (Az.: 12 U 1394/06).

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