Aktuelle Rechtsprechung
Kamera-Zerstörung nicht erlaubt

Auch eine rechtswidrig angebrachte Videokamera in einer Wohnungseigentumsanlage darf von einzelnen Wohnungseigentümern nicht mutwillig zerstört werden. Das ist das Ergebnis einer Entscheidung des Amtsgerichts München.

In dem Urteilsfall hatte ein Wohnungseigentümer, nachdem es in der Anlage immer wieder zu Sachbeschädigungen und Diebstählen gekommen war, zwei versteckte Videokameras installieren lassen. Eine davon zerstörte ein Miteigentümer mit einem Hammer. Vor Gericht gab er an, er habe es nicht eingesehen, dass man ihn ohne Erlaubnis filme. Die Kosten muss er trotzdem ersetzen. Selbst wenn man wegen der versteckten Kamera von einer Persönlichkeitsverletzung ausgehe, rechtfertige dies nicht den brachialen Hammerschlag, befand das Amtsgericht München. Diesem Verdikt schloss sich das Landgericht München I in der Berufungsinstanz an (Az.: 155 C 20578/06 , 13 S 12178/06, LG München).

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