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Schlappe für Genmais-Gegner

Ist ein Versuchsfeld für Genmais erst einmal genehmigt, haben die Anrainer kaum Möglichkeiten, das Projekt zu stoppen. Das musste ein Imker aus Bayern erfahren, der den Anbau von gentechnisch verändertem Mais in der Nähe seines Bienenstocks untersagen lassen wollte.

MÜNCHEN. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof schmetterte den Eilantrag des Bienenbauers ab, der befürchtet, dass in seinen Honig gentechnisch veränderte Pollen der Maispflanzen gelangen könnten. Die Richter argumentierten, dass sich im Eilverfahren nicht klären lasse, ob im Honig eingeschlossene Pollen überhaupt noch unter den Begriff des "gentechnisch veränderten Organismus" fallen. Zudem sei nach den einschlägigen EU-Vorschriften das Inverkehrbringen des Honigs - mit unbeabsichtigten und technisch unvermeidbaren Spuren von Pollen gentechnisch veränderter Maispflanzen - nicht verboten. Da der Imkereibetrieb zudem knapp zwei Kilometer von der Anbaufläche entfernt lag - ein Feld und eine Ortschaft befinden sich als Barriere dazwischen - hatte die Klage keinen Erfolg (Az.: 22 CE 1294/07).

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