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Unfallversicherung zahlt bei Mehrfachschutz nicht

Wer nach einem Unfall seiner Versicherung verschweigt, dass zu seinen Gunsten noch weitere Unfallversicherungen bestehen, verliert seinen Versicherungsschutz. Das geht aus einem gestern veröffentlichten Urteil des Oberlandesgerichts Koblenz hervor.

HB KOBLENZ. Nach Auffassung der Richter ist diese Information für die Glaubwürdigkeit des Versicherten und für die Wahrscheinlichkeit des geschilderten Unfallhergangs von wesentlicher Bedeutung. Die Versicherung werde daher bei wahrheitswidrigen Angaben leistungsfrei (Az.: 10 U 410/04).

Das Gericht wies mit seinem Urteil die Zahlungsklage eines Versicherten gegen seine private Unfallversicherung ab. Der Kläger hatte bei der Schadensanzeige nach dem Unfall wahrheitswidrig verneint, dass er noch weitere Unfallversicherungen abgeschlossen hat. Als die Versicherung davon erfuhr, weigerte sie sich zu zahlen.

Das OLG wertete die Weigerung als rechtmäßig. Dabei sahen es die Richter als unerheblich an, wer die weiteren Unfallversicherungen abgeschlossen hatte. Selbst wenn dies der Arbeitgeber oder etwa ein Verein zu Gunsten des Betroffenen getan habe, müsse dies bei einer Schadensmeldung angegeben werden. Außerdem lehnten die Richter eine Hinweispflicht der Versicherung auf den drohenden Verlust des Versicherungsschutzes bei wahrheitswidrigen Angaben ausdrücklich ab.

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