Aktuelles Urteil
Kampfhunde müssen alle zwei Jahre zur Wesensprüfung

Kampfhundebesitzer in Hessen müssen bei jeder Neuausstellung der Halteerlaubnis eine neue Wesensprüfung des Hundes vornehmen lassen.

HB KASSEL. Wie der Hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel am Dienstag entschied, müsse angesichts der Unberechenbarkeit tierischen Verhaltens jedes Mal aufs Neue geprüft werden, ob das Wesen des Hundes sich nicht zum Schlechten verändert habe. Da die Erlaubnis zum Halten gefährlicher Hunde nicht verlängert, sondern nach zwei Jahren neu erteilt werde, müssten alle Voraussetzungen erneut erfüllt werden. (AZ.: 11 UE 3367/04)

Wie der VGH ausführte, solle die Kampfhundeverordnung die Allgemeinheit vor möglichen Gefahren gefährlicher Hunde schützen. Deshalb müsse stets neu geprüft werden, ob sich bei dem Hund seit der ersten Wesensprüfung eine Aggressivität gegenüber Menschen oder Tieren entwickelt habe. Der VGH hob mit seiner Entscheidung ein anders lautendes Urteil des Verwaltungsgerichts Gießen auf, mit der die Stadt Lich verpflichtet worden war, eine erneute Halteerlaubnis ohne neue Wesensprüfung auszustellen.

Die hessische Kampfhundeverordnung war im Juli 2000 nach einer tödlichen Hundeattacke in Hamburg erlassen worden, seitdem aber mehrfach abgeschwächt worden. Die Verordnung beinhaltet eine Liste von elf unter Umständen gefährlichen Hunderassen, die nur nach einer positiven Wesensprüfung gehalten werden dürfen.

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