Alan Lafley
Mehr Macht für den Chef von Procter & Gamble

Alan Lafley, Aufsichtsratschef des weltgrößten Konsumgüterkonzerns Procter & Gamble, legt sein Amt nieder. Ihn beerbt ab Januar Robert (Bob) A. McDonald, der ihn im Juli bereits als Vorstandschef ablöste. Der Wechsel komme früher als erwartet, sagen Konzernkenner.
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DÜSSELDORF. „Ich setze mich zur Ruhe, voller Vertrauen in Bob McDonald und sein Team“, begründete Lafley seinen Abgang. Lafley erfand den Multikonzern (Ariel, Pringles, Duracell) neu, baute Bürokratie ab und setzte auf Premiummarken sowie Innovationen. Unter seiner Ägide gedieh die Zahl der Milliarden-Dollar-Marken und das Unternehmen zu einem der zehn wertvollsten der Welt. Bis die Krise kam. Lafley musste seine Gewinnprognose zurücknehmen und die Produktpreise senken. Das Paket übergab er im Sommer an Bob McDonald.

Der Fallschirmspringer und Elite-Captain – ein ehemaliger West-Point-Kadett – ist ein harter Hund, ein Sanierer. Kein Visionär wie Lafley und damit wie geschaffen für die Aufgabe, die vor ihm liegt: die Rettung des Mythos Procter. Statt auf Premium setzt McDonald auf billige Einstiegsmarken, ausgeklügelte Logistik und Personalabbau. Gelingt es ihm, das Unternehmen zu altem Glanz zurückzuführen, wird er genau wie Lafley Firmengeschichte schreiben. Er ist erst der zwölfte Chief Executive Officer (CEO) von Procter in 120 Jahren.

Annika Reinert
Christine Weißenborn
Handelsblatt / Redakteurin

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