Alan Mulally
Ford-Chef verdient trotz Einbußen 21 Millionen Dollar

Weil er die Konzernziele verfehlt hat, wird das Gehalt von Alan Mullaly um fast 30 Prozent gekürzt. Doch der Ford-Chef verdient immer noch mehr als Europas bestbezahlter Manager: VW-Chef Martin Winterkorn.
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DearbornFord-Chef Alan Mulally hat 2012 wegen des Verfehlens von Konzernzielen eine Gehaltskürzung von fast 30 Prozent hinnehmen müssen. Mit 21 Millionen Dollar (rund 16,2 Millionen Euro) streicht er aber immer noch mehr ein als Europas bestbezahlter Manager: VW-Chef Martin Winterkorn kam 2012 auf 14,5 Millionen Euro. Dabei verzichtete er jedoch auf 5,5 Millionen Euro, die ihm rechtlich zugestanden hätten. Volkswagen wollte aber nicht ins Zentrum einer Diskussion um zu hohe Managergehälter geraten.

Mulally erhielt 2012 nach Angaben von Ford ein Grundgehalt von zwei Millionen Dollar plus einen Bonus von vier Millionen in bar. Dazu kommen noch weitere Bestandteile wie Aktien-Optionen, die seine Vergütung auf 21 Millionen Dollar hochtreiben.

Als Grund für die verringerten Bezüge im Vergleich zu 2011 erklärte Ford am Freitag, der Konzern habe mehrere selbstgesteckte Ziele nicht erreicht, darunter bei Marktanteil, Gewinn und Cash Flow. Der zweitgrößte US-Autobauer hinter der Opel-Mutter General Motors (GM) hatte 2012 einen Vorsteuergewinn von acht Milliarden Dollar ausgewiesen, angestrebt waren 8,7 Milliarden.

Auch im Vergleich zu den Chefs der heimischen Rivalen war Mulallys Vergütung hoch: GM-Chef Dan Akerson kam Insidern zufolge 2012 auf 11,1 Millionen Dollar, Chrysler-Chef Sergio Marchionne, der auch Fiat leitet, auf 1,2 Millionen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Alan Mulally: Ford-Chef verdient trotz Einbußen 21 Millionen Dollar"

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  • die Amis werden es halt noch lernen muessen was ein niedriger gini-coefficient und eine soziale Marktwirtschaft bedeutet.

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