Alexander Brenninkmeyer
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Alexander Brenninkmeyer ist ein Modedesigner mit großem Namen und (noch) kleinem Auftritt. Der Vertreter der fünften Generation der C&A-Gründer- und Eignerfamilie Brenninkmeyer verkauft seine Modekollektion „Clemens en August“ ausschließlich in ausgewählten Kunstgalerien und an wenigen Tagen im Jahr.

DÜSSELDORF. Düsseldorf-Heerdt, Industriegebiet. Die graue Stahltür eines Backsteinbaus steht an diesem Samstagnachmittag offen. Ein einfaches Blatt Papier weist den Weg. Weiß, Din-A4. Den Weg zu „Clemens en August“, der Modekollektion von Alexander Brenninkmeyer. Der Modemacher gastiert für drei Tage bei dem Düsseldorfer Galeristen Felix Ringel. Aus Überzeugung – und weil es sein musste.

Fünf Treppenstufen geht es hinauf – ohne Geländer – über ein Podest und vorbei an Stühlen von Mies van der Rohe – in die Werkshalle der alten Eisengießerei. 40 laufende Meter Galeriewände mit zeitgenössischer Malerei und Fotografie umschließen 30 laufende Meter Kleiderstangen und unvermessene Meter Stoff.

Als Umkleide dienen an den Kopfenden des rechteckigen Raums Paravents – eine provisorische Konstruktion aus Stahlstempeln und -stangen, über die weißes Segeltuch gespannt ist. Das Tuch ist in Bewegung.

Eine Frau und ein Mann probieren Teile der puristischen Kollektion aus und an und um. Mensch, Mode, Malerei drehen sich. Fürs Tempo sorgen Farben, Stoffe, Stimmen. Raumgeber Ringel, ein 40-Jähriger mit braunem, lockigem Haar und legerem Aufzug, nennt es Symbiose: „Die Wände bespiele ich mit Kunst, den Raum nutzt Alexander für seine Mode.“

Alexander Brenninkmeyer ist ein Modedesigner mit großem Namen und (noch) kleinem Auftritt. Der Vertreter der fünften Generation der C&A-Gründer- und Eignerfamilie Brenninkmeyer verkauft seine Modekollektion „Clemens en August“ ausschließlich in ausgewählten Kunstgalerien und an wenigen Tagen im Jahr. Eine Vertriebsstrategie, die die Exklusivität von Luxusmarken wie Louis Vuitton und Prada, die nur in eigenen Läden verkaufen, überhöht.

Mit seiner Kollektion schneidert der Spross aus der Reihe. Mit dem Billigheimer C&A hat er nichts (mehr) gemein. Brenninkmeyer setzt auf klassische Schnitte statt modischer Trends, auf ausgewählte Materialien statt Massenware. Die Kleinstkollektion aus 3 000 Teilen besticht mit funktionalen Details wie zum Beispiel Luftschlitzen unter den Achseln bei einem eng geschnittenen Herrensommermantel.

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