Alles begann improvisiert und klein
Keine One-Man-Show

Axel Schmiegelow wächst mit der Multimedia-Agentur Denkwerk gegen den Trend. Sein Erfolgsrezept: Teamarbeit.

KÖLN. Der erste Auftrag war schuld. Axel Schmiegelow, Chef des Kölner Multimediadienstleisters Denkwerk, erinnert sich: Ein Name für die künftige Adresse der Webseite eines linguistischen Archivs wurde gesucht. Der frisch gebackene Agenturgründer und seine Partner Jörg Rheinboldt und Felix Hildebrand machten sich an die Arbeit. Ihre Wortschöpfung verkauften sie für 350 Mark. Gar nicht so schlecht, fanden die Kreativen.

Was sie nicht ahnen konnten: Knapp zwei Jahre darauf wurde der von ihnen kreierte Name für zwölf Millionen Mark weiterverkauft. „Das war eine betriebswirtschaftliche Lektion fürs Leben“, sagt der 31-Jährige. Verstanden hat er sie jedenfalls. Heute leitet er die nach eigenen Angaben größte inhabergeführte Multimedia-Agentur Deutschlands mit einem Umsatz im Geschäftsjahr 2003 von sieben Millionen Euro. 71 Mitarbeiter arbeiten bei Denkwerk im ehemaligen 4711-Haus in Köln-Ehrenfeld.

Mint, weiß und gold leuchtet der Firmensitz mit seiner Fassade und dem gewundenen Treppenhaus wie ein Abbild der schillernd bunten Internetwelt. Gebäude und Mieter könnten nicht besser zueinander passen: farbig und solide. „Anders hätte Denkwerk die letzten stürmischen Jahren auch nicht so gut überstehen können“, sagt der Jurist.

Mitarbeiter schätzen seine ansteckende Begeisterung, mit der er sich für neue Ideen einsetzt, genießen die lockere Arbeitsatmosphäre der Agentur und wissen dennoch um die konservativen Tugenden ihres Chefs. Wie ein Unternehmer alter Schule fühle der sich für das Wohl und Wehe seiner Leute verantwortlich, sagt einer seiner langjährigen Mitarbeiter. „Und im Gegensatz zu vielen anderen Agenturchefs hat er sich selbst nie als One-Man-Show inszeniert“, fügt er hinzu.

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