Allianz-Bank
Mannschaftsspieler für die Spitze

Mit Mannschaftssport kennt sich Andree Moschner aus. Anfang der 80er Jahre ackerte der heute 45-Jährige für den Zweitligisten Rot-Weiß-Oberhausen als Mittelfeldspieler. Ab Januar soll Noch-Dresdner-Privatkundenvorstand die neue Allianz-Bank leiten. Ein Teamplayer mit Führungsqualitäten.

FRANKFURT. Am Ende entschied sich Moschner zwar gegen den Fußball und für die Banker-Karriere. Aber auch da hat es der gebürtige Oberhausener weit gebracht: Ab Januar soll er nun als Vorstand der Allianz Deutschland AG (ADAG) die Bankgeschäfte verantworten.

Intern wird der Vater zweier Kinder als freundlich und kollegial beschrieben. Anders als sein Ziehvater, Dresdner-Bank-Chef Herbert Walter, scheuche Moschner seine Mitarbeiter nicht. Zudem sei er durchaus in der Lage, zu delegieren.

Moschner ist wie Walter Privatkunden- und Vertriebsexperte. Kennen gelernt haben sich beide vor Jahren bei der Deutschen Bank. Dort fing der studierte Informatiker und Mathematiker Moschner 1991 als Trainee an. Zuletzt leitete er beim Branchenprimus den Vertrieb im deutschen Privatkundengeschäft, bevor Walter ihn 2006 zur Dresdner holte.

Dass Moschner – anders als Walter – den Sprung ins Top-Management der künftigen Commerzbank verfehlt hat, dürfte ihn womöglich nicht einmal besonders stören. „Moschner fehlt vielleicht der letzte Wille zur Macht“, sagen alte Weggefährten.

Als Chef der geplanten Allianz-Bank steht er künftig zwar nicht an der Spitze einer Großbank. Aber er ist verantwortlich für ein Institut, mit dem der Eigentümer Allianz kräftig expandieren will. Eine durchaus reizvolle Aufgabe. Denn bei der Commerzbank steht mit der Übernahme der Dresdner ohnehin erst einmal harte Integrationsarbeit an.

Hans G. Nagl
Hans G. Nagl
Handelsblatt / Senior Financial Correspondent
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