Aluminiumkonzern
Feuertaufe für den neuen Trimet-Vorstand

Thomas Reuther und Martin Iffert müssen sich beim Aluminiumkonzern Trimet in schwierigen Zeiten bewähren

ESSEN. Trimet-Gründer Heinz-Peter Schlüter will sich das Heft nicht ganz aus der Hand nehmen lassen. So sitzt er als Aufsichtsratschef bei der Bilanzpressekonferenz mit am Tisch. Rechts und links flankiert von Thomas Reuther und Martin Iffert. Seit März bilden die beiden den Vorstand von Deutschlands größter Aluminiumhütte.

Das operative Geschäft haben sie fest im Griff. Während Iffert sich um die Produktion kümmert, ist Reuther für die Weiterverarbeitung und die Recycling-Anlagen zuständig. Den Neuen an der Spitze lässt Schlüter weitgehend freie Hand. Aber ein passiver Eigentümer ist er nicht. Er versteht sich mehr als aktiver Aufsichtsratschef nach angelsächsischem Vorbild.

Geht es aber um Akquisitionen und die Frage, mit welcher Auslastung das Essener Unternehmen durch die Krise steuert, überlässt Schlüter seinen Nachfolgern das Podium. Ein Vertrauensbeweis für Reuther und Iffert, denn Trimet steht unter Druck: Im vergangenen Jahr sank der Umsatz auf 827 Millionen Euro, also deutlich unter die Milliardenmarke. Und mit 1,2 Millionen Euro stand am Schluss nur ein kleiner Gewinn. Der Grund: Die Kunden bestellen weniger als früher. Außerdem sind die Preise für das Leichtmetall gesunken.

Seine gute Laune lässt sich Reuther dennoch nicht nehmen, denn er arbeitet nach eigener Aussage in seinem Traumberuf. Aber vor seinem ersten Arbeitstag im Jahr 2000 wusste der vierfache Familienvater nicht wirklich, welche Aufgabe bei Trimet auf ihn warten würde. Schlüter hatte ihm zuvor nur gesagt, er werde einen guten Job für ihn finden. Das reichte Reuther.

Dem Betriebswirt gefiel, was er als Manager des Konkurrenten VAW beobachtete: Damals wie heute verzichtet Trimet auf unnötige Hierarchien und lange Vorstandssitzungen. Entscheidungen werden auf dem kurzen Dienstweg gefällt. Alles drehe sich hier um den Kunden, sagt Reuther. Und dies werde anders als bei einigen Firmen auch tatsächlich so gelebt.

Dieses Prinzip wollen er und sein Vorstandskollege Iffert in ihrer neuen Rolle beibehalten.

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