Am 1. Mai treten 10 Staaten der Europäischen Union bei, in denen besonders viele Marken gefälscht werden
Kampf gegen Produktpiraten wird härter

Den 1. Mai 2004 braucht sich Lennart Röel nicht extra dick im Kalender zu markieren. "Mit diesem Tag eröffnen sich für die Markenpiraten ganz neue Möglichkeiten, weil an den deutschen Grenzen dann nicht mehr kontrolliert werden darf."

HB BERLIN. Röel spricht für den Aktionskreis Deutsche Wirtschaft gegen Produkt und Markenpiraterie e. V. (APM). Der Verein ist in Deutschland branchenübergreifend tätig. In ihm haben sich viele namhafte Markenhersteller im Kampf gegen gefälschte Marken verbunden.

Auch die deutschen Behörden haben sich auf diesen Tag vorbereitet. Auf der Homepage des deutschen Zolls kann man die Aktionen nachlesen, mit denen der Staat versucht, der illegalen Einfuhr gefälschter Marken Herr zu werden. Publikumswirksam werden auf der Messe Stuttgart zweihundert gefälschte DVD-Laufwerke mit schwerem Gerät platt gewalzt und Bundesligist Hertha BSC verbindet einen Autogrammtermin mit Nationalstürmer Fredi Bobic mit einer Aufklärungsstunde über die Probleme nachgemachter Fantrikots und Sportschuhe. Waren, deren Bekanntheit und teures Marketing Fälscher bevorzugt für sich ausnutzen.

Unter den Top 15 der am meisten nachgemachten Waren finden sich so namhaften Firmen wie Nokia, Adidas, Walt Disney und Pfitzer. Beliebt bei Fälschern sind vor allem DVD, Mobilfunkgeräte, Sportartikel Designerbekleidung - und wie man am Beispiel des amerikanischen Viagra-Herstellers Pfitzer erkennt, zunehmend auch pharmazeutische Produkte. Im vergangenen Jahr konnten die Beamten des Zolls gefälschte Gegenstände im Wert von 178 Mill. Euro beschlagnahmen. Seit 1998 haben die Zollbehörden sage und schreibe 900 Prozent mehr an Fälschungen registriert. Nach Schätzungen beruhen 5 bis 8 Prozent des weltweiten Handels auf Plagiaten.

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