Amerindo-Gründern Vilar und Tanaka wird Betrug vorgeworfen
Yahoo-Investoren vor Gericht

Zwei weitere Ex-Prominente aus der heißen Zeit der New Economy müssen vor Gericht: Alberto Vilar und Gary Tanaka, einst Gründer des Kapitalgebers Amerindo Investment Advisors, der zu den ersten Investoren bei Yahoo zählte.

HB/WSJ DÜSSELDORF. Den beiden wird vorgeworfen, Anleger um Millionen Dollar gebracht zu haben, die sie wohltätigen Institutionen zukommen ließen und für den Kauf von Rennpferden verwendeten. Beide wurden Woche verhaftet.

Vilar, behauptet die Staatsanwaltschaft in New York, soll einen Investor im Jahr 2002 überredet haben, fünf Millionen Dollar bei Amerindo zu investieren. Er versprach ihm eine Rendite von 20 Prozent jährlich. Doch Vilar soll das Geld auf ein Konto überwiesen haben, das er kontrollierte. Anschließend spendete er große Summen an seine Ex-Universität sowie an die American Academy in Berlin. Mit dem Rest soll er seinen aufwendigen Lebensstil finanziert haben. Vilar, dessen Privatvermögen auf 950 Millionen Dollar geschätzt wird, gilt als großer Förderer der Metropolitan Opera in New York sowie mehrerer Hochschulen.

In einem davon unabhängigen Verfahren wird seinem Geschäftspartner Tanaka vorgeworfen, Gelder von Investoren genutzt zu haben, um sich fünf Galopprennpferde zugelegt zu haben. Zwei der Tiere sollen zusammen schon eine Million Dollar gekostet haben.

Amerindo hatte seinen Investoren im Jahr 1999 sagenhafte 249 Prozent Rendite gebracht. Doch mit dem Platzen der Internet-Blase sackten auch die Private-Equity-Fonds des Kapitalgebers in sich zusammen: Von acht Milliarden Dollar Gesamtvolumen im Jahr 2000 blieben bis heute noch 1,5 Milliarden. In derselben Zeit stürzten die Amerindo-Aktienfonds von 689 Millionen Dollar Umfang auf nur noch 98 Millionen.

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