Andreas Lapp
Maultaschen auf indisch

Andreas Lapp formt den gleichnamigen schwäbischen Kabelhersteller zum internationalen Konzern - mit Erfolg, wie zweistellige Umsatzsteigerungen zeigen. Als Herzensangelegenheit betrachtet der Unternehmer vor allem seine Geschäfte in Indien, wo er gern auch mal mit Maultaschen, Spätzle und Akkordeonmusik schwäbische Gastlichkeit demonstriert.

STUTTGART. Wer die Schultze-Delitzsch-Straße im Industriegebiet Vaihingen entlangfährt, kommt an zahllosen Kabeltrommeln vorbei, meist in leuchtendem Orange – der Farbe der Lapp-Gruppe. Die Zentrale der Holding befindet sich seit Neustem sogar in der Oskar-Lapp-Straße-2, benannt nach dem Firmengründer.

Dessen überlebensgroß in Bronze gegossene Büste grüßt rechts am Eingang des schmucklosen Zweckbaus am Rande Stuttgarts. Nach fünf Jahren in russischer Gefangenschaft baute der gebürtige Thüringer Ingenieur das Unternehmen nach dem Krieg aus dem Nichts zum Weltmarktführer für industrielle Kabel, Verbindungen und Daten- und Lichtwellenleiter auf. Vor 20 Jahren starb der Firmengründer. Heute wäre er wohl stolz auf seine beiden Söhne.

Einer von ihnen ist Andreas Lapp, der heutige Unternehmenschef. „Der konsolidierte Umsatz ist bereinigt um die Kupferpreissteigerungen um 16 Prozent auf 860 Millionen Euro gestiegen“, nennt der 51-Jährige gegenüber dem Handelsblatt erstmals die Zahlen des Geschäftsjahres, das Ende September endete.

Er treibt die regionale Expansion kräftig voran und baut das Geschäft in Brasilien, Spanien und Korea kräftig aus. Auch vom Boom in Dubai profitiert das schwäbische Unternehmen. Zudem beflügelt der Trend zu Windkraftanlagen und Photovoltaik das Geschäft. Und es ist hochprofitabel. In der Branche liegt die Umsatzrendite bei mageren drei Prozent. „Wir schaffen das Doppelte“, versichert Lapp stolz. Noch nie hat das Unternehmen in seiner Geschichte rote Zahlen geschrieben.

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