Angeblicher Streit

EnBW-Finanzchef lässt sein Amt ruhen

Der erst seit Jahresbeginn amtierende Finanzvorstand der Energie Baden-Württemberg (EnBW), Rudolf Schulten, lässt sein Amt ruhen. Ein Konzernsprecher dementierte am Sonntag zugleich einen Pressebericht, wonach es im Vorstand einen Streit über den Abschreibungsbedarf gegeben hat.
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Rudolf Schulten war vor seinem Wechsel zur EnBW Vorstandschef des Energieerzeugers MVV. Quelle: dpa

Rudolf Schulten war vor seinem Wechsel zur EnBW Vorstandschef des Energieerzeugers MVV.

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HB FRANKFURT. Finanzvorstand Rudolf Schulten sei erkrankt und könne daher derzeit sein Amt nicht ausüben, sagte der Sprecher. Schultens Verantwortlichkeiten seien auf den übrigen Vorstand um Konzernchef Hans-Peter Villis aufgeteilt worden. Wann Schulten seinen Posten wieder bekleiden könne, sei offen. Näher wollte der Sprecher sich nicht äußern. Laut "Stuttgarter Zeitung" leidet Schulten an einer nicht lebensbedrohlichen, aber möglicherweise langwierigen Krankheit.

Das Blatt berichtete ferner unter Berufung auf unternehmensnahe Kreise, kurz vor Weihnachten sei es zu einem Eklat um den Finanzchef gekommen. Dabei sei es um die Bewertung des 26-Prozent-Anteils am Oldenburger Energieversorger EWE gegangen, den EnBW im Sommer für etwa zwei Mrd. Euro gekauft hatte. Schulten habe Abschreibungen in dreistelliger Millionenhöhe auf Investitionen der EWE gefordert, sich damit aber wegen der Folgen für die Finanzlage des Konzerns nicht durchsetzen können.

Der EnBW-Sprecher wies diese Darstellung entschieden zurück. "Diese Spekulationen entbehren jeglicher Grundlage", sagte er. Es sei zu keinem Eklat wegen Bewertungsfragen gekommen, bei denen es im übrigen auch klare Regeln gebe.

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