Angebot der Postbank
Wenn Fußballturniere über Zinsen entscheiden

Banken dürfen für eine Geldanlage mit Zinssätzen werben, die vom Ausgang eines Fußballturniers abhängig sind. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden.

KARLSRUHE. Das Karlsruher Gericht billigte ein Angebot der Postbank, das bei der Fußball-Europameisterschaft 2004 einen je nach Erfolg der deutschen Nationalmannschaft variablen Zinssatz für eine Geldanlage angeboten hatte. Das Angebot sei nicht wettbewerbswidrig, befand der BGH (Az: I ZR 57/05 - vom 19. April 2007).

Der Ausgangszins lag je nach Höhe des angelegten Betrags zwischen 1,3 und 1,5 Prozent, für jede weitere Runde sollte es einen Zuschlag geben, und beim Gewinn der Europameisterschaft wäre der Zins auf bis zu 3,75 Prozent gestiegen. In der Werbung wurde ein Zinsbonus "von bis zu 150 Prozent" versprochen, allerdings bezogen auf den Basiszinssatz, wie es in einem Sternchenhinweis hieß. Die Richter in Karlsruhe sahen, wie von Wettbewerbern vorgetragen, keine unsächliche Beeinflussung der Verbraucher. Deutschland schied damals in der Vorrunde aus, Europameister wurde Griechenland.

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