Angestellter löste Schecks auf Privatkonto ein
Banken müssen bei verdächtigen Schecks nachforschen

Wenn Banken verdächtig erscheinende Schecks anstandslos einlösen, müssen sie mit Schadensersatzforderungen rechnen. Über einen entsprechenden Fall berichtet die Deutsche Anwaltsauskunft.

HB BERLIN. In dem geschilderten Urteil des Oberlandesgerichts Karlsruhe wurde eine Bank dazu verurteilt, einer Autoverkäuferin Schadensersatz von 350 000 Euro zu leisten. Die Klägerin hatte in mehreren Autohäusern Fahrzeuge der gehobenen Klasse verkauft. Ein Angestellter löste zahlreiche Schecks der Kunden auf sein Privatkonto ein. Auf diesen Verrechnungschecks war zwar als Zahlungsempfängerin die Klägerin angegeben, doch die Bank schrieb das Geld dem Verkäufer gut, ohne eigene Nachforschungen angestellt zu haben. Die Klägerin verlangte das unterschlagene Geld in Höhe von insgesamt 510 000 Euro für die Einlösung von zwölf Schecks von der Bank zurück.

Die Richter gaben der Klage in Höhe von 350 000 Euro statt. Die Bank habe bei der Einlösung von zumindest acht Schecks grob fahrlässig gehandelt. Sie hätte die Sache überprüfen müssen, da Empfänger und Einreicher nicht identisch gewesen seien.

(Aktenzeichen: Oberlandesgericht Karlsruhe 17 U 292/05)

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