Anklagebehörde:
Neue Anklagepunkte gegen Ackermann

Die Staatsanwaltschaft wehrt sich mit neuen Beweisanträgen und der Forderung nach Einbeziehung weiterer Anklagepunkte gegen eine sich abzeichnende Niederlage: Im Mannesmann-Prozess hat sie dem Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann vorgeworfen, vorsätzlich gegen das Aktienrecht verstoßen zu haben.

HB DÜSSELDORF. Staatsanwalt Johannes Pols sagte am Donnerstag vor dem Düsseldorfer Landgericht, der Deutsche-Bank-Chef und ehemalige Mannesmann-Aufsichtsrat Josef Ackermann habe bei einem Prämienbeschluss bei Mannesmann "vorsätzlich gegen Aktienrecht verstoßen". Damit hebt die Anklage in dem Strafprozess auf zivilrechtliche Tatbestände ab, nachdem das Gericht in der vergangenen Woche die Aussichten auf eine Verurteilung nach dem Strafrecht als gering eingeschätzt hatte.

Das Gericht hatte in einer Zwischenbilanz des Verfahrens erklärt, es sehe den von der Staatsanwalt erhobenen Vorwurf der Untreue bislang als nicht erhärtet an. Vertreter der Angeklagten hatten daraufhin mit einem Freispruch gerechnet. Die Staatsanwaltschaft selbst schätzt ihre Chancen im Strafrechtsprozess gering ein, Ackermann und andere der Untreue zu überführen. "Nach dem Rechtsgespräch erscheint es für die Staatsanwaltschaft zweifelhaft, ob ein Schuldspruch erfolgt. Deshalb wollen wir vorläufig ausgeschiedene Tatteile in die Hauptverhandlung einbeziehen", sagte Puls. Dabei gehe es um Anerkennungsprämien für Nicht-Vorstandsmitgleider.

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