Anklagebehörde sieht Schaden in Höhe von 46 Millionen Euro
Falk-Verteidigung stellt Befangenheitsanträge

Im Prozess gegen den Internetunternehmer Alexander Falk hat die Verteidigung am Freitag noch vor Verlesung der Anklage Befangenheitsanträge gegen das Gericht gestellt.

HB HAMBURG. Falks Verteidiger Gerhard Strate begründete die Anträge damit, dass die Staatsanwaltschaft wichtige Dokumente zurückgehalten habe.

In den Ermittlungen seien zudem wichtige Entlastungszeugen nicht gehört worden. Trotzdem habe das Gericht die Anklage zur Hauptverhandlung zugelassen. "Das ist das Bekenntnis zu einem Prozess gegen Alexander Falk um jeden Preis", sagte Strate vor dem Hamburger Landgericht weiter.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 35-jährigen Verlagserben und einstigen Star der New Economy Kursmanipulation, schweren Betrug und Bilanzfälschung vor. Er soll gemeinsam mit fünf weiteren Beschuldigten den Umsatz der von ihm gegründeten Internet-Firma Ision Internet durch Scheingeschäfte künstlich aufgebläht haben. Während des Booms am Neuen Markt war der Aktienkurs des Unternehmens dadurch um 75 Prozent in die Höhe getrieben worden. Die Firma war später für rund 800 Millionen Euro verkauft worden. Den entstandenen Schaden beziffert die Staatsanwaltschaft in der Anklage auf mindestens 46 Millionen Euro.

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