Anlegerschutz
Richter schützen auch Lese-Muffel

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat ein Urteil des Saarländischen Oberlandesgerichts aufgehoben und damit den Anlegerschutz gestärkt (II ZR 21/06).

Der Kläger hatte Geld in stille Beteiligungen der Securenta - eine Tochter des inzwischen insolventen Finanzdienstleisters Göttinger Gruppe - investiert und hinterher mit dem Argument zurückgefordert, dass der Emissionsprospekt in wesentlichen Punkten unvollständig sei.

Nachdem die saarländischen Richter die Klage abgewiesen hatten, stellte der BGH klar: Anleger können auch Schadensersatz wegen eines falschen Prospekts fordern, wenn sie ihn nicht gelesen haben (II ZR 21/06). Schließlich sei der Prospekt die "Grundlage für die Unterrichtung der Anleger durch Vermittler", sodass sich Fehler genauso auswirken, als habe der Anleger sie selbst gelesen.

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