Anleihen
Argentinien soll Zinsen zahlen

Das Oberlandesgericht Frankfurt hat Argentinien verurteilt, Privatanlegern wieder Zinsen zu zahlen.

Die Staatskrise, mit der die argentinische Regierung Anfang 2002 den Stopp der Zinszahlungen an Inhaber von Staatsanleihen begründet hatte, sei vorbei, so die Richter. 2005 habe Argentinien die Last durch eine Umschuldungsvereinbarung mit Privatanlegern sowie eine vorzeitige Rückzahlung an den Internationalen Währungsfonds deutlich gesenkt. Zudem sei die Wirtschaft des Landes in den vergangenen drei Jahren um je neun Prozent gewachsen, gleichzeitig habe sich die Arbeitslosenquote von einst 21,5 Prozent halbiert. Dass die argentinische Regierung die Notstandsgesetzgebung bis zum Jahresende verlängert habe, spreche nicht gegen die Fortsetzung der Zahlungen.

Anleger dürften allerdings trotz des Urteils im Regen stehen: Argentinien kann schwerlich zur Zahlung gezwungen werden. Und freiwillig wird das Land wohl kaum zahlen, das wäre eine Ohrfeige für alle Anleger, die im vergangenen Jahr der Umschuldung zugestimmt und damit auf viel Geld verzichtet haben.

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