Anstrengungen zahlen sich in barer Münze aus
Wer Nachwuchs züchtet, verdient besser

Die Mehrheit der großen Konzerne vernachlässigt die Entwicklung von Nachwuchs-Managern.

Kann es für ein Unternehmen eine unbequemere Situation geben, als wenn der Vorstandschef plötzlich zurücktritt? Ja, kann es: Richtig dick kommt es nämlich erst, wenn die Firma nicht sofort den Nachfolger präsentieren kann. Führungslos macht sie sich zum Gespött der Konkurrenz, verstört Kunden und verunsichert die Mitarbeiter.

Trotz dieser Gefahr: Nur die wenigsten Unternehmen sind auf solche Situationen vorbereitet. Die meisten großen europäischen Konzerne machen bei der Entwicklung von Führungskräften eine schlechte Figur. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Top Companies for Leaders“ der Unternehmensberatung Hewitt Associates, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt. „Die meisten Unternehmen haben zwar erkannt, wie wichtig es ist, Führungskräfte- Nachwuchs aufzubauen,“ berichtet Hewitt-Deutschland-Chef Piotr Bednarczuk, „dennoch ist die Umsetzung oft nur halbherzig und damit wenig erfolgreich.“

Für die Studie haben die Hewitt- Berater 110 der größten europäischen Unternehmen befragt. Das Hauptaugenmerk richteten sie dabei auf folgende Fragen: Engagieren sich die Geschäftsführer persönlich für den Führungsnachwuchs? Gibt es eine feste Nachfolgeplanung und ein Strategie zur Förderung von Talenten? Wie erfolgreich ist das Rekrutieren von Führungsnachwuchs?

Nur wenige Unternehmen erwiesen sich dabei als Musterknaben und schafften es unter die Top-Ten- Arbeitgeber für den Manager-Nachwuchs. Platz eins sicherte sich der französische Kosmetik-Hersteller L’Oréal, gefolgt vom Autobauer BMW, dem einzigen deutschen Unternehmen unter den ersten zehn. Auf die Plätze drei bis fünf gelangten der finnische Mobilfunk-Konzern Nokia, die britische Mobilfunkgesellschaft Vodafone und der Schweizer Lebensmittelkonzern Nestlé. Nur wenig schlechter bewertet die Studie den britischen Pharmariesen Astra-Zeneca, den britischen Lebensmittelhändler Tesco, die Banken Unicredito Italiano aus Italien und Bilbao Vizcaya Argentaria aus Spanien sowie den britischen Verlag Pearson.

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