Anton Wais
Vor dem großen Schnitt

Anton Wais hat Sanieren bei Siemens gelernt. Heute will er bei der österreichischen Post einen drastischen Stellenabbau durchsetzen.

WIEN. Anton Wais schweigt lieber. Dafür reden andere umso mehr: Der Chef der Sozialdemokraten droht mit der Entlassung des gesamten Post-Vorstands, die Regierung verbietet die Schließung von Post-Filialen. Die Volksseele kocht in Österreich, zugleich schlagen Grüne und Gewerkschaften eine Volksabstimmung über die Zukunft der Post vor.

Anton Wais schweigt trotzdem. Zumindest noch bis heute. Wenn der Aufsichtsrat der österreichischen Post über das neue Strategiepapier des Vorstands entschieden hat, wird er sich vielleicht äußern. Auch zu Details.

Das, was die Berater von McKinsey für den Post-Vorstand ausgearbeitet haben, hat es in sich: 9 000 von 24 000 Post-Mitarbeitern sollen bis zum Jahr 2015 gehen, 1 000 von 1 300 Post-Filialen sollen im Land geschlossen werden. Die Liberalisierung der Post-Dienste macht es notwendig – auch in Österreich verliert die Post ihr Briefmonopol.

Es gab Zeiten, in denen Anton Wais deutlich mehr geredet hat, vor zwei Jahren beispielsweise. „Wir sind auf die Liberalisierung gut vorbereitet“, sagte der Chef der österreichischen Post damals. Heute nimmt ihm das in der Alpenrepublik jedoch niemand mehr ab – zu sehr hat das anstehende Sanierungskonzept eingeschlagen.

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