Apple-Rivale: Wie der Samsung-Chef die Konkurrenz schockieren will

Apple-Rivale
Wie der Samsung-Chef die Konkurrenz schockieren will

Samsung-Chef Lee Kun-Hee will heute an seinem 70. Geburtstag sein Lebenswerk krönen. Südkoreas Elektronikgigant Samsung, Apples härtester Rivale, will die Konkurrenz mit einer Neuheit schockieren.
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TokioLee Kun-Hee wird sich heute in Las Vegas selbst ein Geschenk zum Geburtstag machen. Ausgerechnet in der Heimat von Hauptkonkurrent Apple wird er auf der Konsumelektronikmesse CES eine Neuigkeit ankündigen, die seine Industrie verändern soll. Asiatische Medien berichten, Samsung werde einen marktreifen superflachen Fernseher aus organischen Leuchtdioden vorstellen. Es wäre die nächste Revolution in der Unterhaltungselektronik.

Dieser Paukenschlag wäre für Lee die Krönung eines grandiosen Jahres 2011 und seines Lebenswerks. Während die japanischen Rivalen Sony und Panasonic in Verlusten versinken, kündigte Samsung am Freitag auch für 2011 ein Rekordergebnis an. In seinem 25. Amtsjahr hat Lee damit sein Ziel erreicht: Samsung ist die Nummer eins. Vielleicht setzt Apple noch mehr Trends in der Branche, Samsung aber verkauft schon seit dem dritten Quartal 2010 mehr Geräte.

1987 übernahm der in Japan und den USA ausgebildete Lee den Konzern von seinem Vater und Firmengründer Lee Byung-chull. Bald schon verordnete er der Belegschaft die erste Revolution. Samsung sollte das Image des Billigherstellers abstreifen. "Wechselt alles außer euren Frauen und Kindern", war Lees Marschbefehl.

Sein Erfolgsrezept demonstrierte Lee vor einer Woche in seiner Neujahrsbotschaft: Er treibt seine Belegschaft zu immer mehr Tempo, immer mehr Exzellenz. Das Jahr werde schwer, die Weltwirtschaft wachse nur schwach. Der Konzern brauche noch mehr neue Geschäfte, Produkte, Innovationen.

Lees Worte sind mehr Weisungen als Wünsche. Denn sein Regime ist hart, Konkurrenzkampf seine Führungsmethode. Wer sich bewährt, wird befördert. Wer scheitert, fliegt. Dabei verstößt er für den Erfolg auch gegen Tabus. In der hierarchischen, patriarchalischen Gesellschaft hat er junge Manager und Frauen zu Chefs gemacht und sogar Ausländer nach Korea geholt.

Für den Erfolg zahlte Lee allerdings auch einen hohen Preis. Eine Tochter beging 2005 Selbstmord. Er selbst wurde 2008 in einem Skandal um schwarze Kassen zu drei Jahren Haft auf Bewährung und 109 Millionen Dollar Strafe verurteilt. Doch schon Ende 2009 wurde er amnestiert. 2010 übernahm er Samsung wieder. Er revanchierte sich auf seine Art. Auch wegen seines Engagements wurde die Winterolympiade 2018 nach Südkorea vergeben.

Die Leitung des operativen Geschäfts hat er CEO Choi Gee-sung übergeben. Doch der sonst so moderne Firmenpatriarch ist Koreas konfuzianischer Kultur in einem treu geblieben: Seinen Sohn Lee Jae-yong hat er 2010 zum Thronfolger befördert. Lee junior wird auch mit dem Vater nach Vegas fliegen. Es gibt ja viel zu feiern.

Martin Kölling, Handelsblatt-Redakteur und Korrespondent in Tokio. Quelle: privat
Martin Kölling
Handelsblatt / Asien-Korrespondent

Kommentare zu " Apple-Rivale: Wie der Samsung-Chef die Konkurrenz schockieren will"

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  • Und Du solltest erst mal lernen korrektes Deutsch zu verwenden, bevor Du Dein M..l aufreißt, denn für ein Handy Gallerxy S2, das nicht existiert, gibt es auch keine "passende" Software! Und wenn man von Deinem Gepöbel auf Deinen Verstand schließt, wird es das auch nie geben.

  • Er soll zu aller erst mal den Service für das Samsung Gallerxy S2 verbessern und eine Passende Software zur verfügung stellen bevor er sein M...L aufreist es ist eine Schnde solch ein Sch....ß Handy leuten anzudrehen.

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