Arbeitsmarktstatistik
Flaute in den Männerberufen

Traditionelle Männerberufe leiden derzeit besonders an der Wirtschaftsflaute. Frauen waren im vergangenen Jahr vom Stellenabbau auf dem deutschen Arbeitsmarkt weit weniger betroffen als Männer.

HB WIESBADEN. Der Anteil der Frauen an den Erwerbstätigen erhöhte sich dementsprechend im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Prozentpunkte auf 46,9 Prozent. Damit waren im Jahresdurchschnitt 17,9 Millionen Frauen berufstätig. Das berichtete das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden. „Im Moment werden mehr Männer als Frauen entlassen, weil die traditionellen Männer-Berufe stärker unter der Wirtschaftsflaute leiden“, sagte ein Statistiker.

In der Männer-Domäne Auto- und Chemieindustrie sowie auf dem Bau sank die Erwerbstätigkeit 2003 um 3,2 Prozent. Im von Frauen dominierten Handel, Gastgewerbe und Finanzierungsbereich wurden dagegen nur 0,1 Prozent der Stellen gestrichen. Die Zahl aller Erwerbstätigen sank im vergangenen Jahr um ein Prozent auf 38,3 Millionen Arbeitnehmer.

Die Neuregelung der Minijobs begünstigt nach Ansicht der Statistiker ebenfalls Frauen, weil diese im Dienstleistungsbereich besonders gefragt sind. Dieser Sektor ist für Frauen die Arbeitsstelle Nummer eins: 83,3 Prozent aller berufstätigen Frauen sind im Handel, Gastgewerbe sowie bei Banken und Versicherungen tätig.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%