ARD-Talk-Show
Christiansen und ihr Ex-Mann verklagen sich gegenseitig

Die Unternehmen Sabine Christiansens und ihres Ex-Mannes Theo Baltz haben sich gegenseitig verklagt: Seine Firma verlangt die Zahlung ausstehender Honorare in siebenstelliger Höhe, die ihre Firma mit einer Gegenforderung wegen nicht erbrachter Leistungen gekontert hat.

HB BERLIN. Vor der Kammer für Handelssachen des Berliner Landgerichts haben die Anwälte beider Parteien am Montag aber eine gütliche Einigung nicht ausgeschlossen. Baltz' Firma Medienkontor verlangt nach einer Klageerweiterung nunmehr rund eine Million Euro ausstehender Honorare für die Produktion der ARD-Talk-Show "Sabine Christiansen". Christiansens Firma TV21 kontert mit einer Gegenforderung von rund 700 000 Euro, weil vereinbarte Leistungen nicht erbracht worden seien. Beide erschienen nicht zum Termin in Berlin-Mitte (Az.: 101 O 159/07).

Baltz' Unternehmen hatte zunächst auf Zahlung von 800 000 Euro geklagt. Ein erster Gerichtstermin war wegen der Klageerweiterung gescheitert. TV21 hat unterdessen einen umfangreichen Schriftsatz eingereicht. "Wir müssen rechnen", kommentierte der Richter die neue Grundlage des juristischen Schlagabtauschs. Neben den Kosten für den inzwischen nicht mehr von Christiansen moderierten Sonntagabend-Talk wird das Gericht sich jetzt auch mit der Produktion eines Interviews befassen, das Christiansen im Mai vorigen Jahres im Weißen Haus in Washington mit US-Präsident George W. Bush führte.

Ein Vergleichsvorschlag des Gerichts war in der ersten Prozessrunde gescheitert. Beide Parteien erklärten sich bereit zu Gesprächen, wollten ihre Positionen aber nicht in dem öffentlichen Prozess diskutieren. Falls eine außergerichtliche Einigung scheitert, wird das Verfahren am 3. Dezember fortgesetzt. Nach Auskunft einer Justizsprecherin ist an diesem Tag mit einer Entscheidung zu rechnen.

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