Arzttermin
Kein Schadensersatz für Absage

Ein schwäbischer Zahnarzt forderte 5 900 Euro Schadensersatz, nachdem ein Patient einen Behandlungstermin vier Stunden vorher abgesagt hatte - ohne Erfolg.

Durch die kurzfristige Absage hätte er die eingeplanten zwei Stunden nicht "gewinnbringend nutzen" können, argumentierte der Dentist. Zudem habe er den Patienten schriftlich informiert, dass Absagen mindestens 24 Stunden vorher mitzuteilen seien.

Doch das Oberlandesgericht Stuttgart schlug sich auf die Seite des Patienten (1 U 154/06). Zwar sei er verpflichtet gewesen, rechtzeitig abzusagen. Es sei aber unklar, ob überhaupt ein Schaden entstanden sei, so die Richter. Der Dentist habe nicht belegt, dass es ihm bei rechtzeitiger Absage gelungen wäre, binnen eines Tages einen neuen Patienten für die fraglichen zwei Stunden zu finden. Er könne seinen Schaden nicht auf Basis des Durchschnittsumsatzes pro Stunde berechnen.

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