Auch ohne Abmahnung
Stempeluhr-Missbrauch kostet Job

Wer einen Kollegen darum bittet, für ihn die Stempeluhr zu betätigen, um erst eine Stunde später die Arbeit aufzunehmen, muss damit rechen, fristlos entlassen zu werden.

HB ERFURT. Derartige Manipulationen bei der Arbeitszeiterfassung stellen regelmäßig einen schweren Vertrauensbruch dar und müssen vom Arbeitgeber nicht erst abgemahnt werden, entschied das Bundesarbeitsgericht. Im Übrigen müsse sich der Arbeitgeber bei Einsatz eines Zeiterfassungssystems auf die Redlichkeit seiner Arbeitnehmer verlassen können (Az.: 2 AZR 39/05).

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