Aufgaben werden im Vorstand aufgeteilt
Commerzbank-Vorstand legt aus "persönlichen Gründen" Amt nieder

Commerzbank-Vorstand Andreas de Maizière legt sein Amt nieder und wird Ende September 2005 aus dem Führungsgremium ausscheiden.

HB FRANKFURT. Der 55-Jährige scheide aus persönlichen Gründen aus, teilte das Frankfurter Kreditinstitut am Montag mit. De Maizière ist seit 1976 bei Deutschlands drittgrößter börsennotierter Bank und hat dort mit einer Trainee-Ausbildung seine Karriere begonnen. Seit Juni 1999 ist er Mitglied des Vorstandes.

Für Personal werde künftig im Vorstand Klaus Patig verantwortlich sein, hieß es weiter. Das Ressort Services teilten sich dann der für das Mittelstandsgeschäft zuständige Martin Blessing und Finanzchef Eric Strutz. Im Bereich Services sind die IT, die Zahlungsverkehrsabwicklung und die Filialorganisation angesiedelt.

Ein Sprecher der Commerzbank sagte, ein Nachfolger solle so schnell wie möglich gefunden werden. Die persönlichen Gründe wollte er nicht näher erläutern.

An der Börse löste die Personalie keine größeren Reaktionen aus. Commerzbank-Aktien lagen am späten Vormittag geringfügig im Minus bei 18,47 Euro, während der Deutsche Aktienindex (Dax) 0,3 Prozent zulegte.

De Maizière zog sich nach einigen unglücklichen Bemerkungen bei dem Streit um die Betriebsrenten Anfang des vergangenen Jahres den Zorn der Belegschaft zu. Spekulationen über seinen Rücktritt, wie sie in den ersten Monaten des Jahres 2004 zirkulierten, verstummten aber schnell, weil sich Vorstand und Betriebsrat auf Eckpunkte eines neuen Modells zur Altersversorgung geeinigt hatten.

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