Aufruhr: Apobank kündigt noch einem Vorstandsmitglied

Aufruhr
Apobank kündigt noch einem Vorstandsmitglied

Die Apotheker- und Ärztebank kommt nach massiven Abschreibungen auf Schrottpapiere nicht zur Ruhe. Die Apobank hat nun einem weiteren Vorstandsmitglied gekündigt.
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HB FRANKFURT. Der Aufsichtsrat der Bank habe beschlossen, nach dem Ausscheiden von Risikovorstand Günther Herion auch gegen weitere Mitglieder des ehemaligen Vorstands juristische Schritte einzuleiten, teilte das genossenschaftliche Institut am Freitag mit. Die Anschuldigungen richteten sich gegen den Ex-Chef Günter Preuß, den noch amtierenden Vorstand Werner Albert Schuster und zwei weitere ehemalige Vorstandsmitglieder. Die Bank fordert nun Schadenersatz im Zusammenhang mit dem Kauf von strukturierten Wertpapieren, die die Apobank in Bedrängnis gebracht hatten.

Als Konsequenz habe die Apobank nun auch Schuster gekündigt. Seine Aufgaben würden nun zunächst auf die übrigen Vorstandsmitglieder verteilt, sagte eine Sprecherin. "Der Aufsichtsrat kommt damit seiner Sorgfaltspflicht nach, die Interessen der Eigentümer zu wahren", hieß es in der Mitteilung. Schuster und seine ehemaligen Kollegen waren am Freitag nicht für Stellungnahmen zu erreichen.

Die auf Mediziner und Apotheker spezialisierte Apobank hat ein vergleichsweise großes Portfolio an strukturierten Wertpapieren in ihrer Bilanz und wurde daher von der globalen Finanzkrise schwer getroffen. Die Genossenschaftsbanken mussten ihr daraufhin mehrmals unter die Arme greifen und sie stützen.

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