Aufsichtsrat
Börsig ersetzt Ackermann bei Linde

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann will sich mehr aufs Tagesgeschäft konzentrieren und hat deshalb schon sein zweites Aufsichtsratsmandat binnen kurzer Zeit niedergelegt. Diesmal traf es den Mischkonzern Linde.

HB FRANKFURT. Wie bei Lufthansa werde der Schweizer im Kontrollgremium von Linde vom neuen Aufsichtsratschef der Bank, Clemens Börsig, ersetzt, sagte ein Sprecher von Deutschlands größtem Kreditinstitut am Mittwoch. Seine Mandate bei Bayer und Siemens werde Ackermann aber behalten. Börsig ist erst vor kurzem vom Posten des Finanzvorstands an die Spitze des Aufsichtsrats der Deutschen Bank gewechselt.

Ackermann will sich stärker seinen Aufgaben innerhalb der Bank widmen und mehr Kundentermine im In- und Ausland wahrnehmen. Nach dem Kauf der Berliner Bank hatte er zuletzt angekündigt, die Expansion des deutschen Branchenprimus unter anderem durch weitere Zukäufe voranzutreiben zu wollen.

Auch die Neuauflage des Mannesmann-Prozesses wird den umstrittenen Bankchef in Anspruch nehmen. Er muss in einem der spektakulärsten Wirtschaftsverfahren der Nachkriegsgeschichte ab Oktober wieder auf der Anklagebank Platz nehmen. Es geht in dem Verfahren um die Rechtmäßigkeit von Prämienzahlungen an hochrangige Manager. Nach dem Kauf von Mannesmann an Vodafone waren zig Millionen Euro geflossen. Der Prozess dürfte sich mindestens bis Ende Februar 2007 hinziehen.

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