Ausübung von Aktienoptionen
Deutsch-Banker erlösen Millionen

Weitere Spitzenmanager der Deutschen Bank haben ihre Aktienoptionen ausgeübt und durch Verkäufe Millionen erlöst. Analysten werten die Transaktionen jedoch nicht als Verkaufssignal. Privatanleger können ihre Aktien als solides Investment weiter halten.

FRANKFURT. Mit Michael Cohrs, Pierre de Weck und Tessen von Heydebreck haben drei weitere Spitzenmanager der Deutschen Bank Aktien ihres Arbeitgebers in größeren Mengen verkauft und Millionenerlöse erzielt. Michael Cohrs, Vize-Chef des Investmentbankings hat für 20,3 Mill. Euro 197 620 Deutsche Bank-Aktien verkauft, teilte die Bank mit.

Pierre de Weck hat 46 772 Aktien verkauft und damit einen Bruttoerlös von über 4,8 Mill. Euro erzielt. Er ist bei der Bank für die weltweite Vermögensverwaltung verantwortlich. Bei von Heydebreck waren es 16 000 Aktien im Wert von 1,7 Mill. Euro. Die drei Top-Manager haben damit Aktien verkauft, die sie vorher im Rahmen eines Optionsprogrammes gekauft hatten, teilte das Geldinstitut mit. Bereits Ende November hatte Kevin Parker, Global Head des Bereichs Asset Management, innerhalb von drei Tagen Deutsche Bank-Aktien im Wert von zusammen rund 10,5 Mill. Dollar verkauft.

Zugute kommt den Spitzenmanagern, dass die Aktie ihres Arbeitgebers in den letzten Monaten enorm gestiegen ist. Seit der Korrekturphase im vergangenen Juni hat sie um rund 30 Prozent angezogen.

Aktienverkäufe von Top-Manager sind gerade bei Dax-Werten keine Seltenheit. Ein großer Teil der Vergütung sei dort ergebnisabhängig an diese Entlohnungsform gekoppelt, erklärt Olaf Stotz von Forschungsinstitut für Asset Management (Fifam) an der RWTH Aachen. Die Fifam errechnet regelmäßig für das Handelsblatt das so genannte Insider-Barometer, in das Käufe und Verkäufe von Top-Managern aus 160 deutschen Unternehmen eingehen.

Analysten sehen keinen Grund für Privatanleger, es den Managern nachzutun. Analyst Manfred Jakob von der SEB-Bank betrachtet die Deutsche Bank-Aktie weiter als solides Investment. Sein Kursziel für die Aktie, die gestern über 106 Euro gekostet hat, schraubte er gerade erst von 116 auf 127 Euro nach oben.

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