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Finanzvorstand Stadler wird voraussichtlich neuer Audi-Chef

Die Nachfolge des zum VW-Vorstandsvorsitzenden aufrückenden Audi-Chefs Martin Winterkorn steht offenbar fest: Finanzvorstand Rupert Stadler (43) wird nach dpa- Informationen an die Audi-Spitze treten.

dpa INGOLSTADT/WOLFSBURG. Die Nachfolge des zum VW-Vorstandsvorsitzenden aufrückenden Audi-Chefs Martin Winterkorn steht offenbar fest: Finanzvorstand Rupert Stadler (43) wird nach dpa- Informationen an die Audi-Spitze treten.

Auch die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ zitierte aus Kreisen des Aufsichtsrates: „Alles läuft auf Stadler zu.“ Der Aufsichtsrat wird am kommenden Mittwoch (6. Dezember) über die Nachfolge von Winterkorn, der zum Jahresanfang nach Wolfsburg wechselt, beraten.

Der neue VW-Chef Winterkorn plant nach einem Bericht der „Automobilwoche“ Audi-Topmanager Jochem Heizmann nach einem Ausscheiden von Markenvorstand Wolfgang Bernhard mit der auf VW-Konzernebene neu zu schaffenden Position des Produktionsvorstands zu betrauen. Als Heizmanns Nachfolger in der Funktion des Audi-Produktionschefs werde Jürgen Lunemann gehandelt, Leiter des Werks Neckarsulm. Für Audi-Technikchef Ulrich Hackenberg, den Winterkorn dem Vernehmen nach als Entwicklungsvorstand des VW-Konzerns mit nach Wolfsburg nehmen könnte, sei Michael Dick im Gespräch, der bei Audi die Gesamtfahrzeugentwicklung steuert.

VW-Markenvorstand Bernhard verhandelt nach Informationen der „Automobilwoche“ über die Aufhebung seines Vertrages mit VW. Das hätten Konzernkreise bestätigt. Bernhard soll zudem mit Daimler-Chrysler-Chef Dieter Zetsche über eine Rückkehr zu seinem früheren Arbeitgeber gesprochen haben. Bei den Verhandlungen mit VW gehe es Bernhard insbesondere um die Entschärfung der Wettbewerbsklausel, die seinen Wechsel zu einem direkten Konkurrenten um bis zu zwei Jahre verzögern könnte.

„Nach einem Umstieg wäre Bernhard für VW mindestens bis 2012 ein höchst gefährlicher Mann“, sagte ein Wolfsburger Insider der Zeitung. Er kenne alle Produkt- und Fertigungspläne der nächsten Jahre. Andererseits sei VW in der Pokerpartie mit Bernhard an einer raschen Entscheidung interessiert, da sich anstehende Personalentscheidungen auf Führungsebene sonst erheblich verzögern könnten.

Ein VW-Sprecher sagte dazu: „Herr Bernhard nimmt Spekulationen nicht zum Anlass, seine Verantwortung und Funktionen bei VW in Frage zu stellen.“

Bernhard soll sich mit Daimler-Chrysler-Konzernchef Zetsche getroffen haben, heißt es nach Darstellung der „Automobilwoche“ aus Bernhards Umfeld. Angesichts der dramatischen Verluste bei Chrysler prüfe Zetsche die Trennung von Markenchef Tom Lasorda. Dessen Nachfolge könnte Bernhard antreten, hieß es.

Audi dementierte unterdessen einen Bericht der „Automobilwoche“ über den angeblich geplanten Verkauf der spanischen Konzerntochter Seat. „Das ist absoluter Blödsinn“, sagte ein Sprecher der VW-Markengruppe. Die Branchenzeitung hatte geschrieben, Winterkorn erwäge den Verkauf. Manager aus dem engsten Umfeld Winterkorns hätten Informationen bestätigt, wonach dieser Pläne durchrechnen lasse, Seat vom Konzern zu lösen. Vertriebschef Giuseppe Tartaglione habe bereits sein Entlassungsschreiben in der Tasche, berichtet das Blatt. Ihm werfe Winterkorn enttäuschende Verkaufszahlen vor. Seat gehört seit 1986 zu VW.

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