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Seat-Chef Schleef geht

Bei der spanischen VW-Tochter Seat gibt es einen Führungswechsel. Andreas Schleef kündigte am Donnerstag sein Ausscheiden zum 30. September an.

dpa INGOLSTADT/BARCELONA. Bei der spanischen VW-Tochter Seat gibt es einen Führungswechsel. Andreas Schleef kündigte am Donnerstag sein Ausscheiden zum 30. September an.

Sein Nachfolger wird Audi- Einkaufsvorstand Erich Schmitt, wie Audi mitteilte. Schleef scheide mit Ablauf seines 63. Lebensjahres aus, hieß es.

In den vergangenen Jahren hatte Seat mit Absatzproblemen zu kämpfen. Die jährlichen Auslieferungen gingen von einst etwa 500 000 auf 422 000 im Jahr 2005 zurück. Vor rund einem Jahr war sogar spekuliert worden, VW erwäge eine Trennung von der Marke, falls das Geschäft nicht anziehe.

Von Beginn dieses Jahres bis Ende August stieg der Absatz um 4,1 Prozent auf gut 290 000 Fahrzeuge, wie ein Sprecher am Donnerstag sagte. Getragen wird das Plus vor allem von den um 6,1 Prozent gestiegenen Exporten, während der Absatz im spanischen Markt nur geringfügig gewachsen ist. Vor allem verkauften sich die Modelle Ibiza und Leon.

Seat hatte im vergangenen Jahr die Kapazitäten dem niedrigeren Absatz-Niveau angepasst. Dabei wurden 965 Stellen gestrichen. Ursprünglich sollte es um mehr als 1 300 Stellen gehen. Die Verhandlungen wurden mehrfach von Arbeitsniederlegungen der Seat- Mitarbeiter begleitet.

2005 schloss Seat erstmals seit zehn Jahren mit roten Zahlen ab. Der Verlust betrug 62 Mill. Euro nach einem Gewinn von 145 Mill. Euro 2004. Der Umsatz sank um 10,1 Prozent auf 5,27 Mrd. Euro. Nach Vorlage der Zahlen im Februar hatte es Spekulation über eine Ablösung Schleefs gegeben, die jedoch umgehend dementiert wurden. Ende 2005 investierte VW rund 700 Mill. Euro in Seat.

Die Aufsichtsräte von Audi und Seat dankten Schleef für „sein herausragendes persönliches Engagement bei der Stärkung und Neuausrichtung der spanischen Tochtermarke“. Der spanische Hersteller ist im VW-Konzern an die Audi-Gruppe angebunden.

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