Autobranche
Wie Porsche vom VW-Kurs-Chaos profitiert

Porsche und die Deutsche Börse haben heftige Spekulation mit Aktien von Volkswagen eingedämmt. Der Sportwagenbauer hat Kaufoptionen „von deutlich weniger als ein Prozent“ aufgelöst. Finanzkreise schätzen, dass Porsche dadurch einen Gewinn von etwa einer dreiviertel Milliarde Euro gemacht hat. Darüber freut sich vor allem Wendelin Wiedeking.

mwb/mjh/iw/rob FRANKFURT. Wendelin Wiedeking ist ein beliebter Festredner. Sei es zum 50. Geburtstag des Tüftelunternehmens Fischer im Schwarzwald oder zuletzt beim Wirtschaftstag der Volks- und Raiffeisenbanken in Frankfurt. Der Porsche-Chef ist immer für einen steilen Spruch gut.

Da kann sich der Hobby-Kartoffelbauer darüber ereifern, dass „ein Liter Milch weniger kostet als eine industriell gefertigte Flasche Cola“. Oder der 56-Jährige drischt mit Wollust auf seine Lieblingsgegner, die Hedge-Fonds, ein, die vor drei Jahren sich an Volkswagen anschlichen, bis sich Porsche als weißer Ritter mutig in die Bresche warf: „Die Glücksritter aber, denen wir die derzeitigen Verwerfungen auf den internationalen Finanzmärkten verdanken, kennen das Wort Verantwortung nicht.“

Bislang blieb es bei Verbalattacken gegen Analysten, die Porsche verunglimpfen, weil das Unternehmen keine Quartalszahlen veröffentlicht, Investmentbanker, die Unternehmen nur filetieren, aber nicht führen können, und Heuschrecken, die ganze Unternehmen aussaugen.

Doch jetzt geht es ums Geld. Was muss es der passionierte Zigarren-Raucher und Whiskyfreund genossen haben, dass Porsche so ganz nebenbei in den vergangenen beiden Tagen Hedge-Fonds um Milliarden ärmer gemacht hat. Der ein oder anderen Heuschrecke dürfte bei Geschäften mit der VW-Aktie die Luft ausgehen.

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