Autohersteller: Audi-TT-Designer erklimmt Spitzenposten bei Kia

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Audi-TT-Designer erklimmt Spitzenposten bei Kia

Mit der Gestaltung der „Tiger-Nase“ der Modelle des koreanischen Autoherstellers Kia hat Ex-Audi-Designer Peter Schreyer sich bereits verewigt. Jetzt steigt er auch im Management des Konzerns auf. Umziehen muss er nicht.
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SeoulDer koreanische Autohersteller Kia hat den eigenen Chefdesigner Peter Schreyer an die Spitze befördert und macht somit erstmals einen Ausländer zum Präsidenten. Der aus Deutschland stammende Schreyer war bereits 2006 von der Volkswagen-Tochter Audi abgeworben worden, und sei nun vom Executive Vice President zum President gemacht worden, wie Kia am Freitag mitteilte. Schreyer, der sein Amt weiterhin aus Frankfurt ausüben wird, ist damit einer der drei Präsidenten von Kia. Bei Audi hatte er sich unter andere mit dem Design des Sportwagens TT einen Namen gemacht.

Der erfolgreiche Hersteller aus Südkorea will sich mit der Beförderung ein internationaleres Image sichern, wie Marktbeobachter sagten. „Mit der Berufung setzt sich ein Wandel von den traditionell bei Kia wichtigen Werten günstiger Produktion und Kosteneffizienz hin zu Design und technischer Entwicklung fort“, schätzte Analyst Shin Chung Kwan von KB Investment & Securities Co. in Seoul ein. Auch wolle Kia vermehrt als weltweit agierendes Unternehmen wahrgenommen werden, in dem ein Ausländer eine der Führungspositionen ausfüllen könne.

Kia und Hyundai Motor Co. werden weiterhin geleitet vom Vorstandsvorsitzenden Chung Mong Koo. Dessen Sohn Chung Eui Sun hatte Schreyer vor sechs Jahren zu Kia geholt. Beide Marken wollen seit einiger Zeit weg vom Image von Billigherstellern.

Schreyer hatte bei Volkswagen unter anderem das Design des Kompaktsportlers Audi TT und des New Beetle verantwortet. Der 59 Jahre alte Absolvent des Royal College of Art in London war bereits 1980 zu Audi gekommen und wurde hier später zum Designchef.

Bei Kia hat Schreyer bereits seine Spuren als Designer in der Modellpalette hinterlassen. 2007 wurde die auch als “Tiger Nose” bekannte Front der neueren Kia-Modelle eingeführt, die sich derzeit in allen Modellen bis hin zur Oberklasselimousine Optima wiederfindet. Auch die Modelle Sorrento, Soul und Forte tragen seine Designhandschrift.

 

Kommentare zu "Audi-TT-Designer erklimmt Spitzenposten bei Kia"

Alle Kommentare
  • Ich kann weder bei den klassischen VW / Audimodellen etwas " boah " - haftiges erkennen; noch bei KIA.
    Letztendlich sind das auch alle nur gummibereifte Metall- oder Alukisten, die in der Regel fast in Sekunden verfallende Sachwerte darstellen.



  • ...aber bestimmt nicht beim ersten TT; das ging gar nicht.
    Aber: Geschmack ist bekanntlich relativ; von daher eigentlich egal.

    Einen Audi kauf ich sowieso nicht; und einen KIA garantiert nicht.

  • Da haben Sie mit den "Reifejahren" recht. Es erweitert den Horizont.

  • Das .... sehen aber sehr viele Kunden und auch AUDI/VW anders. Hochverrat ist es auch nicht; AUDI hätte mehr bieten können bzw. der VW Konzern. Desweiteren ist es bei vielen Designern VÖLLIG normal, dass sie im Laufe ihres Berufslebens wandern und reifen. Das ist wie mit Lehr- und Gesellenjahre und spricht auch für die gute Auswahl von Designern im VW-Konzern. So mancher Ingenieur/Designer wechselt halt das Unternehmen.

    Übrigens kommt ein wesentlicher Teil des Führungspersonals von dem chinesischen Hersteller Qoros von VW und MINI:
    http://www.handelsblatt.com/auto/nachrichten/erste-bilder-vom-qoros-china-kracher-oder-blindgaenger/7563770.html?slp=false&p=3&a=false#image

    Es ist nicht so selten, dass Spitzenleute auch woanders Jobs wahrnehmen. Auch hier spricht die Auswahl für VW und MINI. Deutlich wird das Wirken auch bei Herrn Hildebrand. Führungskräfte müßten sogar, wie bei Designern üblich ... viel intensiver Stellen wechseln. Es trägt mit zur Reife bei und ist gut für die Unternehmen:

    "Gert Volker Hildebrand prägt das Autodesign bei Mini

    Seine berufliche Karriere begann 1980 bei der Adam Opel AG in Rüsselsheim, wo er den Opel Junior designte. 1986 wechselte Hildebrand zu VW, wo er die Linienführung des VW Golf III bestimmte, die einen sehr wichtigen Generationenwechsel zum Vorgänger darstellte. Nach einer Station bei 3M in Neuss (1989 bis 1994), kehrte er als stellvertretender Leiter des Exterieur-Designs zu VW zurück und zeichnete für das Facelift des Sharan verantwortlich. Von 1998 bis 2000 war Gert Volker Hildebrand bei Mitsubishi in Deutschland Designchef, bevor er in der gleichen Funktion zu Mini wechselte." (Quelle: auto motor sport).

  • Hochverrat!

  • Kia sieht einfach hässlich aus und dem Peter Schreyer ist es nicht gelungen elegante oder auch hübsche Autos zu entwerfen. Gut daß Audi ihn nicht mehr hat.

  • Mit dem Audi TT hat er damals einen Meilenstein gesetzt. Beim New Beetle ist das nicht mehr gelungen. Soweit meine unbedeutende Meinung.

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