Baden-Württemberg
Umstrittener Ex-Minister Renner wechselt in die Wirtschaft

Ein Streit um die Familienpolitik der katholischen Kirche kostete ihn die politische Karriere, nun heuert der unbequeme Ex-Familienminister von Baden-Württemberg, Andreas Renner, beim Versorger EnBW an. Bei dem Konzern soll sich der CDU-Mann um regenerative Energien kümmern.

HB STUTTGART. Wie die „Stuttgarter Nachrichten“ berichteten, wird der 47-Jährige zum 1. August zum EnBW-Konzernbevollmächtigten für erneuerbare Energiequellen. Er solle die unterschiedlichen Aktivitäten des Energiekonzerns in diesem Bereich bündeln und werde an Technik-Vorstand Thomas Hartkopf berichten. „Die Aufgabe ist unglaublich reizvoll“, sagte er dem Blatt. Seit Monaten war über eine neue Aufgabe für den früheren Oberbürgermeister von Singen spekuliert worden.

Renner, mit einem Brillianten-Ohring und einer positiven Haltung zur Homosexuellen-Parade Christopher Street Day ein Exot in der Südwest-CDU, war im Januar nach einem Streit mit Bischof Gebhard Fürst zurückgetreten. Bei einem Gespräch über den Christopher Street Day soll er Fürst brüsk beschieden haben: „Halten Sie sich da raus, fangen Sie doch erst einmal damit an, Kinder zu zeugen.“ Renner selbst behauptete, er habe lediglich gesagt: „Dann lassen Sie erst mal zu, dass Priester Kinder zeugen“.

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