Bahnprivatisierung

Voscherau verlässt Bahn-Aufsichtsrat aus Protest

Der ehemalige BASF-Vizechef Eggert Voscherau hat sein Aufsichtsratsmandat bei der Bahn niedergelegt. Damit wolle er gegen die Umstände beim Aufschub der Bahnprivatisierung protestieren, so ein Medienbericht. Dabei kritisierte er insbesondere die Entscheidungsstrukturen der Bahn.
Eggert Voscherau hat den Bahn-Aufsichtsrats-Posten aus Protest aufgegeben. Der Bund akzeptiere nicht, dass sich de Bahn zu einem internationalen Logisitikdienstleister entwickelt habe, kritisierte der ehemalige BASF-Vizechef gegenüber dem "Tagesspiegel". Foto: Reuters Quelle: ap

Eggert Voscherau hat den Bahn-Aufsichtsrats-Posten aus Protest aufgegeben. Der Bund akzeptiere nicht, dass sich de Bahn zu einem internationalen Logisitikdienstleister entwickelt habe, kritisierte der ehemalige BASF-Vizechef gegenüber dem "Tagesspiegel". Foto: Reuters

(Foto: ap)

HB BERLIN. Voscherau sagte dem "Tagesspiegel": "Es kann nicht sein, dass der Aufsichtsrat aus der Presse erfährt, was der Eigentümer mit dem Unternehmen vorhat, und das Gremium dies dann nur noch abnickt."

Der Bund akzeptierte laut Vorscherau in den vergangenen Jahren, dass sich die Bahn zu einem internationalen Logistikdienstleister "mit angehängtem Personenverkehr" entwickelt habe. Geführt werde der Konzern vom Eigentümer Bund aber wie ein Unternehmen, das ausschließlich Personenverkehr betreibe. Deshalb dürfe "jeder Bürgermeister von Flensburg bis Garmisch sowie die Bundesregierung" mitreden. Dies gehe auf Dauer nicht gut.

Voscherau sagte, er habe erwartet, seine unternehmerische Erfahrung bei der Bahn einbringen zu können. Das sei gegenwärtig aber nicht möglich. "Da muss sich der Bund fragen, was der Aufsichtsrat eigentlich soll", wurde er zitiert.

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