BAK Deutschland-Statistik
Zahl der Korruptionsstraftaten hat sich fast verdoppelt

Die Zahl der Korruptionsstraftaten hat sich 2005 im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdoppelt. Die Polizei registrierte 14.689 Fälle und damit 93 Prozent mehr als 2004, wie das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Die Zahl der Ermittlungsverfahren stieg um rund 36,6 Prozent auf 1.649.

HB WIESBADEN. Dennoch sieht das BKA keine gravierende Änderung der allgemeinen Korruptionslage in Deutschland. "Der signifikante Anstieg der Straftaten sowie der Tatverdächtigen resultiert aus einzelnen größeren Verfahrenskomplexen", hieß es. Zudem nehme die Bereitschaft, Korruptionsstraftaten zur Anzeige zu bringen, weiter zu. Zum Anstieg der Ermittlungsverfahren trug vor allem ein in Nordrhein-Westfalen anhängiger Komplex mit 427 Einzelverfahren bei.

Die Polizei registrierte bei den Korruptionsstraftaten insgesamt 8.323 Tatverdächtige, 220 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch diese Steigerung ist laut BKA auf umfangreiche Ermittlungskomplexe in Berlin, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen zurückzuführen.

91 Prozent der Fälle betreffen die allgemeine Verwaltung: die Vergabe öffentlicher Aufträge (3.058), insbesondere bei Beschaffungen (1.981) und bei Bauvorhaben (414). Ferner waren behördliche Dienstleistungen (153) und sonstiges Verwaltungshandeln (701) betroffen. Auffällig sind laut BKA aber die sehr geringen Fallzahlen im Bereich der internationalen Korruption, zumal die Globalisierung der Wirtschaft und der einhergehende Wettbewerbsdruck anhielten.

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