Bank haftet nicht für Aktienverkauf
Kunden tragen bei Vollmachten das Risiko

Vollmacht ist Vollmacht: Eine Mutter muss sich damit abfinden, dass ihr Sohn heimlich ihre Aktien im Wert von 750 000 DM (das wären heute rund 383 000 Euro) verkaufte.

HB MÜNCHEN. Denn Banken haften nicht für Aktienverkäufe, die mit einer Vollmacht getätigt werden, wie das Landgericht München I in einem jetzt rechtskräftig gewordenen Urteil entschieden hat. Demnach tragen bei der Vergabe von Vollmachten die Kunden das alleinige Risiko, dass auch ohne ihr Einverständnis Bankgeschäfte abgewickelt werden könnten.

Die Frau hatte ihre Münchner Privatbank verklagt, weil der Sohn mittels seiner Vollmacht zwei Depots aufgelöst hatte. Der Sohn benötigte das Geld dringend, da er wegen Anlagebetrugs in Untersuchungshaft saß und mit dem Geld seinen Verteidiger bezahlen wollte. Nach dem Urteil des Gerichts musste sich die Bank auf Grund der vorhandenen Vollmacht nicht davon überzeugen, dass eine Auflösung des Depots im Sinne der Kundin war (Az: LG München I, 32 O 6269/04).

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